{"id":387,"date":"2021-02-10T10:00:00","date_gmt":"2021-02-10T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/?p=387"},"modified":"2025-04-04T08:29:32","modified_gmt":"2025-04-04T07:29:32","slug":"johann-wolfgang-von-goethe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/","title":{"rendered":"Johann Wolfgang von Goethe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Fakten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">* 28. August 1749 in Frankfurt am Main<br> \u2020 22. M\u00e4rz 1832 in Weimar<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wir haben Zeit genug, wenn wir sie nur richtig verwenden.<\/p><cite>Johann Wolfgang von Goethe<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Leben<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Kindheit, Jugend und Studienzeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 als Sohn des kaiserlichen Rates Johann Caspar Goethe und seiner Frau Catharina Elisabeth in Frankfurt am Main geboren. Von seinen f\u00fcnf Geschwistern \u00fcberlebte nur Cornelia (geb. am 7. Dezember 1750), mit der er seine Kindheit gemeinsam verbrachte. Ab 1752 besuchte Goethe drei Jahre lang die Frankfurter Spielschule. Mit dem Umbau des Elternhauses 1755 erhielt der junge Goethe Privatunterricht. In seiner Jugend wurde er Zeuge bedeutender historischer Ereignisse, unter anderem die Besetzung Frankfurts durch die Franzosen 1759 oder die Kr\u00f6nung Josephs des Zweiten 1764. Im Oktober 1765 nahm er auf Wunsch seines Vaters ein Jurastudium in Leipzig auf. Nebenher besuchte Goethe auch philosophische und literaturgeschichtliche Vorlesungen, u.a. bei Gellert und Gottsched. Er besch\u00e4ftigte sich au\u00dferdem in dieser Zeit mit&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Lessing<\/a><\/strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/aufklaerung\/\">Aufkl\u00e4rung<\/a><\/strong>&nbsp;sowie mit&nbsp;<strong>Klopstock<\/strong>&nbsp;und der&nbsp;<strong>Empfindsamkeit<\/strong>. Bei Adam F. Oeser nahm er Zeichenunterricht. Im August 1768 musste er das Studium wegen schwerer Krankheit abbrechen. Goethe kehrte daraufhin wieder ins Elternhaus zur\u00fcck. Seine Genesung verz\u00f6gerte sich durch einige R\u00fcckf\u00e4lle bis M\u00e4rz 1770. In dieser Zeit wird Goethe vor allem von religi\u00f6ser Lekt\u00fcre beeinflusst, angeregt durch Susanna Katharina von Klettenberg. Von April 1770 bis August 1771 setzte Goethe in Stra\u00dfburg sein Jurastudium fort. Auch Herder hielt sich um diese Zeit in Stra\u00dfburg auf. Goethe kn\u00fcpfte in Stra\u00dfburg Kontakte zu&nbsp;<strong>Jakob Michael Reinhold Lenz<\/strong>, und&nbsp;<strong>Gottfried von Herder<\/strong>&nbsp;und machte Bekanntschaft mit Friedericke Brion. Ihr widmete er zahlreiche Gedichte, darunter das&nbsp;<em>Heidenr\u00f6slen<\/em>,&nbsp;<em>Mailied<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Willkommen und Abschied<\/em>. Im August 1771 promovierte Goethe zum Lizentiaten der Rechte. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Der St\u00fcrmer und Dr\u00e4nger<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Nach seiner Promotion in Stra\u00dfburg kehrte Goethe nach Frankfurt zur\u00fcck. Er nahm seine Arbeit als Rechtsanwalt auf, wandte sich aber nebenher verst\u00e4rkt der Dichtung zu. So konnte er die Urfassung von&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/g%C3%B6tz+von+berlichingen\/\">Goetz von Berchlingen<\/a><\/em>&nbsp;vollenden, die&nbsp;<em>Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand<\/em>. 1772 machte Goethe Bekanntschaft mit Charlotte Buff, als er Praktikant im Reichskammergericht in Wetzlar war. Au\u00dferdem arbeitete er an den&nbsp;<em>Frankfurter Gelehrten Anzeigen<\/em>&nbsp;mit, das den Beginn seiner schriftstellerischen Karriere markierte. Die unerf\u00fcllte Liebe zu Charlotte Buff regte Goethe zu seinem Briefroman&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/die+leiden+des+jungen+werther\/\">Die Leiden des jungen Werthers<\/a><\/em>&nbsp;an, der ihn schlagartig ber\u00fchmt machte. Es entstanden auch einige Hymnen, darunter&nbsp;<strong><em>Ganymed<\/em>,&nbsp;<em>Prometheus<\/em><\/strong>&nbsp;und&nbsp;<em><strong>Wanderers Sturmlied<\/strong><\/em>. In der Zeit zwischen 1773 und 1775 arbeitete Goethe an ersten Fassungen seiner Dramen&nbsp;<em>Urfaust<\/em>,&nbsp;<em>Prometheus<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Mahomet<\/em>. Dabei orientierte er sich besondes an den Werken Shakespeares. Auf seinen Reisen im Jahr 1774 nahm Goethe Kontakt zu Johann Caspar Lavater, den Br\u00fcdern Jacobi und Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach auf. Im April 1775 verlobte er sich mit Lili Sch\u00f6nemann, l\u00f6ste die Verlobung aber ein halbes Jahr sp\u00e4ter wieder. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Das erste Weimarer Jahrzehnt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Goethe wurde gegen Ende des Jahres 1775 von Karl August nach Weimar eingeladen. Dort machte er erste Bekanntschaft mit Charlotte von Stein. Im November siedelte er schlie\u00dflich ganz \u00fcber. In Weimar war die einflussreiche Herzogin Anna Amalia ans\u00e4ssig, die bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten des deutschen Schriftstellerlebens um sich versammelte. Darunter befand sich auch\u00a0<strong>Christoph Martin Wieland<\/strong>. Mit der Ankunft Goethes nahmen die kulturelle Aktivit\u00e4t der Stadt Weimar enorm zu. 1776 bis 1782 wohnte Goethe in einem Gartenhaus an den Ilmwiesen. Er wurde Beamter der Stadt Weimar und zum Geheimen Legationsrat ernannt. 1776 kam auch Herder, als Generalsuperintendent, nach Weimar. Mit der Oberaufsicht \u00fcber den Illmenauer Bergbau und der engen Beziehung mit Charlotte von Stein verst\u00e4rkte sich Goethes gefasster Entschluss, in Weimar zu bleiben. 1777 starb seine Schwester Cornelia. W\u00e4hrend sein Schauspiel\u00a0<em>Stella<\/em>\u00a0(1776) noch vom\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/sturm-und-drang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sturm und Drang<\/a><\/strong>\u00a0gepr\u00e4gt war, setzte sich jetzt der Humanismus-Gedanke in Goethes Werken allm\u00e4hlich durch. 1779 entstand die Prosafassung von\u00a0<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\">Iphigenie auf Tauris<\/a><\/em>, die 1786 in Blankverse umgeschrieben wurde. Im Januar 1779 wurde Goethe die Leitung der Kriegs- und Wegebaukommission \u00fcbertragen, durch die er viele Dienstreisen mit dem Herzog unternahm. Im September wurde Goethe zum Geheimen Rat ernannt. Die Aufsicht \u00fcber den Bergbau in Illmenau veranlasst Goethe sich mit mineralogischen Studien zu besch\u00e4ftigen. 1782 starb sein Vater. Goethe bezog das Haus am Frauenplan. 1784 entdeckte er den Zwischenkieferknochen des Menschen. 1785 waren die Arbeiten an\u00a0<em>Wilhelm Meisters theatralischer Sendung<\/em>\u00a0abgeschlossen. Goethe hielt sich nun \u00f6fters in Karlsbad auf. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Italienreise und R\u00fcckkehr nach Weimar<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Im Herbst des Jahres 1786 brach Goethe heimlich in Karlsbad auf und begab sich auf eine Erholungs- und Bildungsreise nach Italien. Zu diesem Entschluss brachte ihn die immer dr\u00fcckender empfundenen h\u00f6fischen und dienstlichen Verpflichtungen. Goethe gab sich dabei als &#8222;Maler M\u00f6ller&#8220; aus. Am 29. Oktober erreichte er Rom, das eigentliche Ziel seiner Reise. Dort machte er Bekanntschaft mit dem Maler Tischbein und dem Dichter Karl Philipp Moritz. Neben der Besch\u00e4ftigung mit antiker Bildhauerkunst und der Malerei arbeitete Goethe auch an seinen literarischen Projekten<a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\">&nbsp;<em>Iphigenie<\/em><\/a>,&nbsp;<em>Egmont<\/em>,&nbsp;<em>Tasso<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Faust<\/a><\/em>&nbsp;weiter. Bereits 1786 wurde&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\">Iphigenie auf Tauris<\/a><\/em>&nbsp;in Versform fertiggestellt, 1788 dann&nbsp;<em>Egmont<\/em>. Am 23. April 1788 brach Goethe in Rom auf und trat seine Heimreise an. Am 18. Juni traf er in Weimar wieder ein.<br>Goethe wurde in Weimar auf eignen Wunsch von den meisten der h\u00f6fischen und dienstlichen Pflichten entbunden. Er \u00fcbernahm stattdessen die Leitung k\u00fcnstlerischer Anstalten des Herzogtums, darunter z.B. das Freie-Zeichen-Institut. Im Juli lernte Goethe seine zuk\u00fcnftige Lebensgef\u00e4hrtin, Christiane Vulpius, kennen. Noch im gleichen Jahr kam es in Rudolstadt zur ersten Begegnung zwischen Goethe und&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\">Friedrich Schiller<\/a><\/strong>. Goethe verhalf Schiller zu einer Professur in Jena. 1789 wurde Goethes Sohn August geboren. Die Arbeit am&nbsp;<em>Tasso<\/em>&nbsp;waren abgeschlossen. Zur Franz\u00f6sischen Revolution verhielt sich Goethe ablehnend. 1790 erschienen&nbsp;<em><strong>Die Metamorphose der Pflanzen<\/strong><\/em>&nbsp;und&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Faust, ein Fragment<\/a>.<\/em>&nbsp;1791 wurde Goethe zum Leiter des Weimarer Hoftheaters. 1792 begleitete Goethe Herzog Karl-August im 1. Koalitionskrieg Preu\u00dfens und \u00d6sterreichs gegen Frankreich. Er selbst wurde Augenzeuge der Kanonade von Valmy, am 20. September 1792. Das Schauspiel&nbsp;<em>Der Gro\u00df-Koptha<\/em>&nbsp;entstand. 1793 war Goethe Beobachter bei der Belagerung von Mainz.&nbsp;<em>Der B\u00fcrgergeneral<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Reineke Fuchs<\/em>&nbsp;wurden ver\u00f6ffentlicht. Goethe besch\u00e4ftigte sich seit 1793 bis 1798 intensiv mit Studien zu Homer. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Das Jahrzehnt mit Schiller<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">1794 konnte <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\">Schiller<\/a> Goethe zur Mitarbeit an seiner Zeitschrift&nbsp;<em>Die Horen<\/em>&nbsp;gewinnen. Daraus entwickelte sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden, die zun\u00e4chst nur aus einem st\u00e4ndigen Briefwechsel bestand. Seit der Tagung der &#8222;Naturforschenden Gesellschaft&#8220; in Jena 1794 war Schiller h\u00e4ufiger Gast bei Goethe in Weimar. 1796 entstanden die&nbsp;<em>Xenien<\/em>. 1797 erhielt Goethe die Aufsicht \u00fcber die Weimarer Bibliothek. Das Jahr 1797 ging als das &#8222;Balladenjahr&#8220; in die Geschichte ein, da aus einem Dichterwettstreit zwischen Goethe und Schiller zahlreiche Balladen hervorgingen, darunter&nbsp;<strong><em>Der Gott und die Bajadere<\/em>,&nbsp;<em>Der Schatzgr\u00e4ber<\/em>,&nbsp;<em>Der Zauberlehrling<\/em>,&nbsp;<em>Die Braut von Korinth<\/em>&nbsp;<\/strong>und&nbsp;<em><strong>Legende<\/strong><\/em>. Beide befassten sich auch intensiv mit der Theorie der literarischen Gattungen, dessen Ergebnis 1797 in der Schrift&nbsp;<em>\u00dcber epische und dramatische Dichtung<\/em>&nbsp;festgehalten wurde. Goethe setzte in dieser Zeit auch seine Arbeiten am&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Faust<\/a><\/em>&nbsp;fort. 1798 erschien die periodische Kunstzeitschrift&nbsp;<em>Propyl\u00e4en<\/em>, unter der Mitarbeit Schillers und Humboldts. Im Dezember 1799 \u00fcbersiedelte Schiller nach Weimar. Er dr\u00e4ngte Goethe zur Vollendung des&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Fausts<\/a><\/em>. Aus der Zusammenarbeit der beiden Dichter ging der Stil der&nbsp;Weimarer Klassik&nbsp;hervor, der sich an Antike und Renaissance orientierte. 1803 erhielt Goethe die Oberaufsicht \u00fcber die naturwissenschaftlichen Institute der Universit\u00e4t Jena. 1804 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt. Am 9. Mai 1805 starb sein engster Freund, Schiller. Dieses Ereignis war ein tiefen Einschnitt im Leben Goethes, das bis dahin von einer intensiven Freundschaft und geistigen Beziehung der beiden gepr\u00e4gt war. Im&nbsp;<em>Epilog zu Schillers Glocke<\/em>&nbsp;setzte er ihm ein Denkmal. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Das Jahrzehnt nach Schillers Tod<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\"> In der Zeit nach <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\">Schiller<\/a>, z\u00e4hlten Ludwig von Knebel, Carl Friedrich Zelter und Wilhelm von Humboldt zu Goethes engsten Freunden. Goethe setzte sich ab 1806 intensiv mit der Romantik auseinander. Die Sammlung&nbsp;<em>Des Knaben Wunderhorn<\/em>&nbsp;(1806-1808) von&nbsp;<strong>Achim von Arnim<\/strong>&nbsp;und Clemens Brentano regten Goethe an, sich mit dem deutschen <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/mittelalter\/\">Mittelalter<\/a> und der Volkspoesie zu besch\u00e4ftigen. Im April 1806 wurde&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Faust, erster Teil<\/a><\/em>&nbsp;abgeschlossen. Im Oktober kam es zur Schlacht bei Jena und zur Besetzung Weimars. Goethe heiratete in diesem Jahr Christiane Vulpius. 1807 machte er Bekanntschaft mit Bettina Brentano, der sp\u00e4teren Frau Achim von Arnims. Goethe begann die Arbeit an&nbsp;<em>Wilhelm Meisters Wanderjahre<\/em>. 1808 starbt Goethes Mutter. Auf dem Erfurter F\u00fcrstenkongress kam es zur Begegnung zwischen Goethe und Napoleon I. 1809 erschienen&nbsp;<em>Die Wahlverwandtschaften<\/em>. 1810 kam es zum Abschluss der Arbeit an der&nbsp;<em>Farbenlehre<\/em>. Der erste Teil seiner Autobiographie&nbsp;<em>Dichtung und Wahrheit, erster Teil.<\/em>&nbsp;erschien 1811. In Karlsbad kam es 1812 zur Begegnung mit Ludwig van Beethoven, der einige Gedichte Goethes vertonte.&nbsp;<em>Dichtung und Wahrheit, zweiter Teil.<\/em>&nbsp;wurde fertiggestellt. 1813 verlor die K\u00fcnstler-Stadt Weimar einen weiteren wichtigen Geist, den Dichter&nbsp;<strong>Christoph Martin Wieland<\/strong>. Im gleichen Jahr fand zwischen dem 16. und 19. Oktober die V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig statt. Der dritte Teil seiner Autobiographie erschien. 1814 kam es zur Begegnung mit Marianne von Willemer und den Br\u00fcdern Boisser\u00e9e. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Die letzten Lebensjahre<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">1815 unternahm Goethe ausgedehnte Reisen ins Rhein- und Maingebiet. Sachsen-Weimar-Eisenach wurde durch einen Beschluss des Wiener Kongresses zum Gro\u00dfherzogtum. Im September fand die letzte Begegnung mit Marianne von Willemer statt. Im Dezember wurde Goethe mit dem Amt eines Staatsministers betraut. Am 6. Juni 1816 starb seine Frau Christiane. 1817 hielt sich Goethe \u00f6fters in Jena auf. Von der Leitung des Hoftheaters wurde er entbunden. Mit zunehmenden Alter zog sich Goethe vom Weimarer Gesellschaftsleben zur\u00fcck und wendete sich nun haupts\u00e4chlich seinen Werken zu. 1819 war der&nbsp;<em>West-\u00f6stliche Divan<\/em>&nbsp;abgeschlossen. 1820 begann die Arbeit an&nbsp;<em>Wilhelm Meisters Wanderjahren<\/em>, die 1829 vollendet wurde. 1821 kam es zur ersten Begegnung mit Ulrike von Levetzow, seiner letzten Liebe. 1825 nahm er seine Arbeit am&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\">Faust, zweiter Teil<\/a>.<\/em>&nbsp;wieder auf. Im Januar 1827 starb Charlotte von Stein, im Juni des darauffolgenden Jahres Gro\u00dfherzog Karl August. 1830 erschien der letzte Teil seiner Autobiographie,&nbsp;<em>Dichtung und Wahrheit, vierter Teil.<\/em>&nbsp;Im November erfuhr er vom Tod seines Sohnes, der schon Ende Oktober verstarb. Goethe erlitt einen Blutsturz. 1831 wurde&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\">Faust. Der Trag\u00f6die Zweiter Teil.<\/a><\/em>&nbsp;vollendet. Am 22. M\u00e4rz 1832 starbt Goethe in seinem Haus am Frauenplan. Er wurde neben <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\">Schiller<\/a> in der Weimarer F\u00fcrstengruft beigesetzt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Werke<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zum Sch\u00e4kespears Tag (1771)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/g%C3%B6tz+von+berlichingen\/\">Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand <\/a>(1771)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/die+leiden+des+jungen+werther\/\">Die Leiden des jungen Werthers<\/a> (1774)<\/li><li>Stella (1776)<\/li><li>Wilhelm Meisters theatralische Sendung (1785)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\">Iphigenie auf Tauris (1786)<\/a><\/li><li>Egmont (1788)<\/li><li>R\u00f6mische Elegien (1788)<\/li><li>Torquato Tasso (1789)<\/li><li>Die Metamorphose der Pflanzen&nbsp;(1790)<\/li><li>Faust, ein Fragment. (1790)<\/li><li>Der Gro\u00df-Koptha (1792)<\/li><li>Der B\u00fcrgergeneral (1793)<\/li><li>Reineke Fuchs (1793)<\/li><li>Xenien (1796)<\/li><li>Wilhelm Meisters Lehrjahre (1796)<\/li><li>Hermann und Dorothea (1796)<\/li><li>Winckelmann und sein Jahrhundert (1804)<\/li><li>Epilog zu Schillers Glocke (1805)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\">Faust. Der Trag\u00f6die Erster Teil (1806)<\/a><\/li><li>Metamorphose der Tiere (1806)<\/li><li>Die Wahlverwandtschaften (1809)<\/li><li>Farbenlehre (1810)<\/li><li>Dichtung und Wahrheit, erster Teil. (1811)<\/li><li>Dichtung und Wahrheit, zweiter Teil. (1812)<\/li><li>Dichtung und Wahrheit, dritter Teil. (1813)<\/li><li>Italienische Reise, erster und zweiter Teil. (1816)<\/li><li>Urworte. Orphisch. (1817)<\/li><li>West-\u00f6stlicher Divan (1819)<\/li><li>Noten und Abhandlungen zu besserem Verst\u00e4ndnis des West-\u00f6stlichen Divans (1819)<\/li><li>Marienbader Elegie (1823)<\/li><li>Wilhelm Meisters Wanderjahre (1829)<\/li><li>Dichtung und Wahrheit, vierter Teil. (1830)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\">Faust. Der Trag\u00f6die Zweiter Teil (1831) <\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Balladen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Erlk\u00f6nig&nbsp;(1778)<\/li><li>Der Fischer&nbsp;(1779)<\/li><li>Der Gott und die Bajadere&nbsp;(1797)<\/li><li>Der Schatzgr\u00e4ber&nbsp;(1797)<\/li><li>Der Totentanz&nbsp;(1813)<\/li><li>Der Zauberlehrling&nbsp;(1797)<\/li><li>Der K\u00f6nig von Thule&nbsp;(1774)<\/li><li>Die Braut von Korinth&nbsp;(1797)<\/li><li>Legende&nbsp;(1797) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Hymnen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ganymed<\/li><li>Prometheus<\/li><li>Wanderers Sturmlied <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Solltet ihr Fragen zum Blogartikel haben, schreibt sie uns einfach in die Kommentare und wir werden euch diese schnellstm\u00f6glich beantworten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Bibliographie: <strong>Boerner<\/strong>, Peter:&nbsp;<em>Johann Wolfgang von Goethe<\/em>. Hamburg 1990. Rowohlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fakten * 28. August 1749 in Frankfurt am Main \u2020 22. M\u00e4rz 1832 in Weimar Wir haben Zeit genug, wenn wir sie nur richtig verwenden. Johann Wolfgang von Goethe Leben Kindheit, Jugend und Studienzeit Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. 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