{"id":539,"date":"2021-04-28T10:00:00","date_gmt":"2021-04-28T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/?p=539"},"modified":"2021-04-14T12:12:10","modified_gmt":"2021-04-14T12:12:10","slug":"aufklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/aufklaerung\/","title":{"rendered":"Aufkl\u00e4rung (1720-1785)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Begriff<\/li><li>Weltbild<\/li><li>Historischer Hintergrund<\/li><li>Philosophischer Hintergrund<\/li><li>Die Dichtung der Aufkl\u00e4rung<ul><li>Wandel in der Dichtung<\/li><li>Literaturtheorien der Aufkl\u00e4rung<ul><li>Gottscheds Literaturtheorie<\/li><li>Lessings Literaturtheorie<\/li><\/ul><\/li><li>Das Drama in der Epoche der Aufkl\u00e4rung<ul><li>Gottscheds Dramen<\/li><li>Idee vom Deutschen Nationaltheater<\/li><li>Lessings Dramen<\/li><\/ul><\/li><li>Der Roman in der Aufkl\u00e4rung<\/li><li>Lyrik in der Aufkl\u00e4rung<\/li><li>Die Fabel<\/li><\/ul><\/li><li>Literarische Formen<\/li><li>Vertreter<\/li><li>Werke<\/li><li>Zusammenfassung<ul><li>Inhaltliche Merkmale<\/li><li>Hauptvertreter und Werke<\/li><li>Formale Merkmale<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Begriff<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Die Aufkl\u00e4rung ist eine seit dem 17. Jahrhundert vorherrschende,  gesamteurop\u00e4ische Bewegung der Rationalit\u00e4t und Humanit\u00e4t. Der Begriff  Aufkl\u00e4rung steht als Epochenbezeichnung der deutschen  Literaturgeschichte, die Empfindsamkeit und Sturm und Drang mit  einschlie\u00dft. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Weltbild<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Im 18. Jahrhundert spricht man vom Anbruch der Modernen Zeit. In den  St\u00e4dten bildete sich ein neues B\u00fcrgertum heraus, welches Handel betrieb  und Besitz und Kapital anh\u00e4ufte. Der Feudalismus wurde dadurch  allm\u00e4hlich verdr\u00e4ngt. Spannungen zwischen dem B\u00fcrgertum und dem Adel  wuchsen. Das B\u00fcrgertum akzeptierte nicht mehr die gottgegebene  Vorherrschaft der Adligen, sondern stellte einen eigenen  Selbstbestimmungsanspruch. Die B\u00fcrgerlichen beriefen sich auf die  Vertreter der Aufkl\u00e4rung, die f\u00fcr eine Herrschaft der Vernunft  eintraten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Historischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg war das Deutsche Reich in viele  Territorien zersplittert. Es existierten \u00fcber 300 souver\u00e4ne Einzelstaaten. Das &#8222;Heilige R\u00f6mische Reich deutscher Nation&#8220; hatte nur symbolischen Charakter, da die wesentlichen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Gesetzgebung, etc. von den Einzelstaaten selbst getroffen wurden. Das luxuri\u00f6se Hofleben vieler Kleinstaatenf\u00fcrsten wurde meist zu Lasten des Volkes gezahlt.<br>Im 18. Jahrhundert fanden viele Kriege statt, z.B. die Schlesischen Kriege (1740-1742 und 1744-1745), der Siebenj\u00e4hrige Krieg (1756-1763), nachdem Preu\u00dfen zur Gro\u00dfmacht aufstieg, und der amerikanische  Unabh\u00e4ngigkeitskrieg gegen England (1775-1783).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Philosophischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Die Philosophen der Aufkl\u00e4rung waren es, welche den Beginn der Moderne  eigentlich einl\u00e4uteten. Sie wirkten auf die Dichter vieler europ\u00e4ischer  L\u00e4nder und pr\u00e4gten diese. Der wichtigste Philosoph in Deutschland war  Immanuel Kant mit seinem kritischen Idealismus. In seinem Werk <em>Was ist Aufkl\u00e4rung?<\/em> beschreibt er die Ideen und Ideale dieser Zeit. <br>Daraus ein Auszug:<br>&#8222;Aufkl\u00e4rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten  Unm\u00fcndigkeit. Unm\u00fcndigkeit ist das Unverm\u00f6gen, sich seines Verstandes  ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese  Unm\u00fcndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes,  sondern der Entschlie\u00dfung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude!&#8220; Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Die Dichtung der Aufkl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Wandel in der Dichtung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Die Dichtung des 18. Jahrhunderts wandelte sich stark: im Mittelpunkt  stand nicht mehr das Lob der F\u00fcrsten und die Unterhaltung der h\u00f6fischen  Gesellschaft, sondern das b\u00fcrgerliche Leben und die Aufkl\u00e4rung des  B\u00fcrgertums. Die Leserschaft aufkl\u00e4rerischer Dichtung war zun\u00e4chst  gering, da die meisten Menschen weder lesen noch schreiben konnten. Doch auch die B\u00fcrgerlichen, die lesen konnten, befassten sich meist mit  religi\u00f6ser Dichtung. Es musste darum erst eine literarisch interessierte  Gesellschaft und eine breite Leserschaft geschaffen werden. Moralische  Wochenschriften, die eine Aufkl\u00e4rung des B\u00fcrgertums zum Ziel hatten, und  Lesegesellschaften f\u00f6rderten eine literarisch interessierte \u00d6ffentlichkeit. Die Abkehr von der h\u00f6fischen Dichtung bewirkte auch eine Abl\u00f6sung der Hofdichter. An ihre Stelle trat nun der freie Schriftsteller. Doch dieser hatte es im 18. Jahrhundert nicht leicht, war er zwar finanziell von f\u00fcrstlichen und kirchlichen G\u00f6nnern unabh\u00e4ngig, doch konnte er kaum von den geringen Auflagen seiner Werke leben. Durchschnittliche Auflagen eines Werkes oder einer Zeitschrift von einem bekannten Dichter lag etwa bei 2000 Exemplaren. Die meisten  Schriftsteller verbesserten ihre finanzielle Lage durch Nebeneink\u00fcnfte, z.B. als Beamter.<br>Eine wichtige Rolle bei der literarischen Ver\u00f6ffentlichung spielte die  Zensur. Das beste Beispiel hierf\u00fcr ist der Streit zwischen dem orthodoxen Pastor Goeze und <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Gotthold Ephraim Lessing<\/a>. Dieser endete damit, dass der Herzog von Braunschweig \u00fcber Lessing eine Zensur verh\u00e4ngte, seine religionskritischen Arbeiten nicht zu ver\u00f6ffentlichen. Den Aufkl\u00e4rern gelang es jedoch nicht, die Zensur abzuschaffen. Im Gegenteil, nach der Franz\u00f6sischen Revolution 1789 wurde sie noch versch\u00e4rft. Es gab allerdings noch einen Faktor, der den Buchmarkt des 18. Jahrhunderts pr\u00e4gte: die Gr\u00fcndung von Verlagen und Buchhandlungen. Die Leser konnten nun B\u00fccher besser beziehen, jedoch gerieten viele Schriftsteller in Abh\u00e4ngigkeit ihrer Verleger. Auch der Konkurrenzdruck der Autoren untereinander erschwerte die Situation. Es konnten nur die Schriftsteller sich auf dem Markt behaupten, deren Werke sich der Leserschaft angepasst hatten. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Literaturtheorien in der Aufkl\u00e4rung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Mit der Abl\u00f6sung der h\u00f6fischen Dichter folgte auch eine Abl\u00f6sung der  h\u00f6fischen Dichtung. An ihre Stelle trat eine Literatur, welche die Ideen der Aufkl\u00e4rung vertrat: Vernunft, Humanit\u00e4t und N\u00fctzlichkeit. Die  aufkl\u00e4rerischen Ideale wurden auf s\u00e4mtliche literarische Gattungen  \u00fcbertragen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Gottscheds Literaturtheorie<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">In seiner Literaturtheorie <em>Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen<\/em> (1730) verurteilte Gottsched die Barockdichtung aus der Sicht der Aufkl\u00e4rer. Er widersetzte sich der Normen- und Regelpoetiken des Barock und trat f\u00fcr eine Verbreitung der aufkl\u00e4rerischen Ideen in der Deutschen Dichtung ein. Kern der Poetik Gottscheds war der aristotelischer Grundsatz von der Nachahmung der Natur und eine Forderung von Horaz, dass die Aufgabe der Dichtung die Verbindung von Vergn\u00fcgen und Nutzen sei. Gottsched setzte die Gesetze der Natur mit den Regeln der Vernunft gleich. Unter &#8222;Nachahmung&#8220; verstand er jedoch nicht die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe, sondern eine \u00c4hnlichkeit des Erdichteten. Gottsched forderte zudem die Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung im Drama, wie auch schon Aristoteles. Diese Forderung wurde sp\u00e4ter von Lessing kritisiert. Nach Gottsched sollte auch der literarische Schaffensprozess nach den Regeln der Vernunft geschehen. Der Dichter sollte sich einen moralischen  Lehrsatz zu Grunde legen und darauf eine Handlung aufbauen. Gottsched  vertrat weiterhin die St\u00e4ndeklausel: Adlige und F\u00fcrsten sollten nur in  Trag\u00f6dien und Heldendichtungen auftreten, B\u00fcrger und Leute mit geringem sozialen Status nur in Kom\u00f6dien und Romanen. Der Dichter sollte bei Gottsched ein Erzieher der Leserschaft im Sinne der Aufkl\u00e4rung sein. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Lessings Literaturtheorie<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Gottscheds Literaturtheorie war der des Barock zwar weit voraus, doch  hinderte sie die Weiterentwicklung der b\u00fcrgerlichen Literatur: durch  Festlegung des literarischen Schaffensprozesses, Einhaltung der  St\u00e4ndeklausel und der drei Einheiten des Dramas und den aristotelischen  Grundsatz von der Nachahmung der Natur. Seine Literaturtheorie wurde von <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Lessing<\/a> heftig kritisiert. Dieser lehnte alle Forderungen Gottscheds ab, ohne aber von den aufkl\u00e4rerischen Ideen abzuweichen. Lessings Standpunkt  \u00fcberwand die feudalen Literaturtheorien endg\u00fcltig.<br>Die \u00dcberwindung der St\u00e4ndeklausel von Lessing wurde dadurch erm\u00f6glicht, dass der Mensch nicht mehr nach seinem sozialen Status handelt, sondern dar\u00fcber hinausgeht. Lessing gab der Literatur eine neue Funktion: sie sollte das Leserpublikum sittlich l\u00e4utern, und es nicht moralischen belehren wie  Gottsched.<br>An die Trag\u00f6die stellte Lessing besondere Forderungen: Angst, Furcht und  Mitgef\u00fchl sollten beim Leser und Zuschauer erweckt werden. Der Leser  sollte sich mit den Protagonisten auseinandersetzen k\u00f6nnen, mit ihnen  mitf\u00fchlen und sich davor f\u00fcrchten, das gleiche Schicksal zu erleiden. Der Held durfte deswegen keine ideale Figur darstellen, sondern er musste eine reale Person darstellen. Lessing fordert, im Gegensatz zu Gottscheds Nachahmung der Natur, eine poetische Nachahmung, d.h. die Dinge sollen vom Dichter nicht naturalistisch wiedergegeben werden, sondern Unwichtiges und Nebens\u00e4chliches soll weggelassen werden, damit nur das Wichtigste \u00fcbrigbleibt. Lessing schrieb seine Gedanken zur Dramentheorie in der <em><strong>Hamburgischen Dramaturgie<\/strong><\/em> (1767\/1768) nieder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Das Drama in der Epoche der Aufkl\u00e4rung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Das Drama spielte in der Aufkl\u00e4rung eine besondere Rolle. Hier hoffte man die Zuschauer und Leser besser erziehen und ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, als in anderen literarischen Gattungen. Im 18. Jahrhundert versuchten viele  B\u00fcrgerliche sich als Schauspieler zu bewerben, um Rollen zu spielen, die ihnen im wirklichen Leben versagt blieben. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Gottscheds Dramen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Weder das Wandertheater noch das Hoftheater konnte f\u00fcr die aufkl\u00e4rerischen Ideen genutzt werden. Gottsched versuchte allerdings das Wandertheater f\u00fcr ein b\u00fcrgerliches Publikum interessant zu machen, indem er ihr Niveau hob. Er arbeitete mit einigen Schauspielertruppen zusammen, darunter Caroline Friederike Neuber (1697-1760), eine  Schauspielerin und Leiterin einer eigenen Theatergruppe.<br>Gottsched hatte das klassizistische franz\u00f6sische Theater zum Vorbild. In  seinen eigenen Dramen versuchte er es mit Einhalt von Zeit, Ort und  Handlung, St\u00e4ndeklausel, usw. zu realisieren. Die erste Umsetzung seiner  Dramentheorie war das Trauerspiel <em><strong>Sterbender Cato<\/strong><\/em>  (1732). Gottsched versuchte ein Dramenmodell aus englischen und franz\u00f6sischen Dramen zu schaffen, welches zum Vorbild f\u00fcr andere Dramaturgen dienen sollte. Doch seine Orientierung am franz\u00f6sischen Klassizismus brachte ihm bald viel Kritik ein, v.a. Lessing war es, der Gottscheds Dramen stark verurteilte, denn die Dichter wurden mit zu vielen Regeln eingeengt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Idee vom Deutschen Nationaltheater<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\"><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Lessing<\/a>, der Gottscheds Dramentheorie und -praxis stark kritisierte, hatte die Idee von einem deutschen Nationaltheater. Dieses Theater sollte nicht  von anderen L\u00e4ndern beeinflusst werden und musste aktuell sein. Lessings  Forderungen konnten nur in einem b\u00fcrgerlichen Theater umgesetzt werden. Mit der Idee eines Deutschen Nationaltheaters verband Lessing auch die Vorstellung von der Schaffung eines b\u00fcrgerlichen Dramas. In Hamburg wurde 1765 eine stehende B\u00fchne gegr\u00fcndet, doch geriet sie schnell in  finanzielle Schwierigkeiten. Die Idee wurde bald auch von den F\u00fcrsten getragen, so wurde 1776 die Weimarer Hofb\u00fchne von Joseph II. zum Nationaltheater erkl\u00e4rt; 2 Jahre sp\u00e4ter wurde das Mannheimer  Nationaltheater gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Lessings Dramen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">In der <em>Hamburgischen Dramaturgie<\/em> verfasste <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Lessing<\/a> seine Gedanken zur Dramentheorie. Er brachte die Entwicklung des b\u00fcrgerlichen Dramas weit voran. Mit <em>Minna von Barnhelm<\/em>, <em>Emilia Galotti<\/em> und <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/gotthold+ephraim+lessing\/nathan+der+weise\/\">Nathan der Weise<\/a><\/em> schuf Lessing Werke, die bis heute noch zum Standartrepertoire vieler B\u00fchnen geh\u00f6ren.<br>Seine wohl wichtigste Trag\u00f6die ist der <em><strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/gotthold+ephraim+lessing\/nathan+der+weise\/\">Nathan<\/a><\/strong><\/em>. In diesem Drama bricht Lessing mit der bisherigen Theatertradition, dass Juden nur als l\u00e4cherliche Darsteller auf der B\u00fchne waren. Au\u00dferdem k\u00e4mpft er damit gegen antisemitische Vorurteile. W\u00e4hrend des Nationalsozialismus in Deutschland, 1933 bis 1945, wurde es verboten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Drama wieder auf deutschen B\u00fchnen gespielt.<br>Die B\u00fcrgerlichen Dramen waren im eigentlichen Sinne gar nicht  &#8222;b\u00fcrgerlich&#8220;, denn die handelnden Personen stammten weiterhin aus dem  Adel. Doch verk\u00f6rperten einige Adlige b\u00fcrgerliche Tugenden und  Vorstellungen, wie Toleranz, Humanit\u00e4t, Gerechtigkeit, Sittlichkeit,  Warmherzigkeit und eine F\u00fclle an Gef\u00fchlen. In Lessings <em>Emilia Galotti<\/em>, beispielsweise, stammt Emilia aus dem niederen Adel, verk\u00f6rpert aber b\u00fcrgerliche Ideale. Erst in Schillers <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/kabale+und+liebe\/\">Kabale und Liebe<\/a><\/em> stammte eine Hauptperson aus dem B\u00fcrgertum. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Der Roman in der Aufkl\u00e4rung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Der Roman erlebte, \u00e4hnlich dem Drama, eine Bl\u00fctezeit in der Aufkl\u00e4rung.  Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde diese literarische Gattung jedoch als unbedeutend und verachtensw\u00fcrdig abgetan. Man hielt zun\u00e4chst nichts  von Abenteuer-, Liebes-, Sch\u00e4fer- oder Schelmenromanen. Erst die  Aufkl\u00e4rer erkannten das Potential des Romans und machten sich an dessen  Weiterentwicklung heran. Doch dies konnte nur geschehen, indem der  h\u00f6fische Roman durch den b\u00fcrgerlichen Roman abgel\u00f6st wurde. Die  Forderungen an den b\u00fcrgerlichen Roman \u00e4hnelten den Anspr\u00fcchen an das  b\u00fcrgerliche Drama. Der adlige Held sollte durch einen b\u00fcrgerlichen  Protagonisten ersetzt werden. Auch die Art des Erz\u00e4hlens sollte ge\u00e4ndert  werden: die schw\u00fclstige Erz\u00e4hlart im h\u00f6fischen Roman musste abgeschafft  werden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die meisten deutschen  Romane \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer Werke. Bereits um 1770 waren alle  anderen Romanformen vom b\u00fcrgerlichen Roman verdr\u00e4ngt. Christoph Martin Wieland galt als erster Epiker mit seinem Werk <em><strong>Agathon<\/strong><\/em>  (1766-1767). Er enthielt schon einige Neuerungen, aber er galt noch als  Nachahmung ausl\u00e4ndischer Dichter. Einen weiteren wichtigen Schritt in  der Entwicklung des Romans machten Christian F\u00fcrchtegott Gellert und Sophie von La Roche. Gellerts <em>Leben der schwedischen Gr\u00e4fin G<\/em> (1747-1748) und La Roches <em>Geschichte des Fr\u00e4uleins von Sternheim<\/em>  (1771) trugen zwar b\u00fcrgerliche Z\u00fcge und verk\u00f6rperten b\u00fcrgerliche  Ideale, doch gelang der Durchbruch mit einem &#8222;echten&#8220; b\u00fcrgerlichen Roman erst Goethe mit seinem <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/die+leiden+des+jungen+werther\/\">Werther<\/a><\/em> (1774).<br>Neben b\u00fcrgerlichen Romanen spielten auch autobiographische Romane und satirische Formen eine bedeutsame Rolle. Georg Christoph Lichtenberg verfasste in seinen <em>Sudelb\u00fcchern<\/em> unz\u00e4hlige Aphorismen \u00fcber Politik, Staat, Religion, Gesellschaft, Literatur und Philosophie. Er gilt als der bedeutendste deutsche Aphoristiker \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Lyrik der Aufkl\u00e4rung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Die h\u00f6fische Dichtung wurde in der Lyrik schon zu Beginn des 18.  Jahrhunderts und damit viel eher abgel\u00f6st, als in der Epik oder im Drama. Die Lyrik der Aufkl\u00e4rung besa\u00df eine gro\u00dfe Formenvielfalt: sie reichte von Gedankenlyrik, Lehrgedichten \u00fcber Oden und Hymnen bis zu Balladen. Die Aufkl\u00e4rungslyrik war von Subjektivit\u00e4t und teils starken Gef\u00fchlsregungen bestimmt.<br>Eine ungew\u00f6hnliche Dichterin der Aufkl\u00e4rung war Anna Luise Karsch  (1722-1791), denn sie stammte nicht aus dem Bildungsb\u00fcrgertum sondern  einer sozial tieferen Schicht. Doch ihre Gedichtsammlung <em>Auserlesene Gedichte<\/em> (1764) beeindruckte viele zeitgen\u00f6ssische Dichter. Aus einer erst in  den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts ver\u00f6ffentlichter Briefsammlung  ging hervor, wie intensiv sie sich mit ihrer Zeit und der Literatur  auseinander setzte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Die Fabel<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Neben den H\u00f6hepunkten von Roman und Drama erlebte auch die Fabel im 18. Jahrhundert ihren H\u00f6hepunkt, obwohl ihre Geschichte schon \u00fcber 2000  Jahre alt ist. Der Grieche \u00c4sop schrieb im 6. Jahrhundert vor Christus  die ersten Fabeln, welche sp\u00e4ter zum Vorbild f\u00fcr viele andere Fabeldichter wurden. Im Mittelalter wurden in Deutschland die ersten Fabeln geschrieben. In der Reformation wurde sie zum politisch-religi\u00f6sen Diskussionsmittel, besonders von Martin Luther, genutzt. Von den Dichtern des Barock wurde sie allerdings kaum geachtet. Erst in der Aufkl\u00e4rung bl\u00fchte sie wieder auf. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Lessing<\/a>  fasste sogar eine eigene Fabeltheorie (1759) ab. Er hatte die Absicht, das Selbstwertgef\u00fchl des Menschen zu st\u00e4rken, indem er die Schw\u00e4chen des Menschen aufzeigte. Die Entwicklung der Fabel im 18. Jahrhundert l\u00e4sst sich in drei Stufen einteilen: zu Beginn des Jahrhunderts wurden in der Fabel vor allem die Ideen der Aufkl\u00e4rung und moralische Lehren veranschaulicht; ab 1750 stellte man zunehmend die soziale Kritik an der Gesellschaft dar; gegen Ende des 18. Jahrhunderts \u00fcbte man politische Kritik, besonders an den feudalen Herrschern und ihrer Lebensweise.<br>Die Struktur der Fabel unterscheidet sich von einem Dichter zum anderen.  Eines haben sie aber alle gemeinsam: das menschliche Handeln und Denken sowie Andeutungen von gesellschaftlicher und sozialer Probleme wurde auf die beseelte und unbeseelte Natur \u00fcbertragen. Veranschaulicht wurde dies durch satirische Elemente und durch eine erzieherische und  belehrende Erz\u00e4hlweise. Viele Fabeldichter hatten antike Fabeln (z.B.  von \u00c4sop) zum Vorbild. Einen wichtigen Einfluss auf die deutschen  Fabeldichter \u00fcbte der franz\u00f6sische Dichter La Fontaine (1621-1695).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-text-align-center has-very-dark-gray-color\">Beispiel einer Fabel:<br>Gotthold Ephraim Lessing &#8211; <strong>Der Tanzb\u00e4r<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ein Tanzb\u00e4r war der Kett&#8216; entrissen,<br>Kam wieder in den Wald zur\u00fcck,<br>Und tanzte seiner Schar ein Meisterst\u00fcck<br>Auf den gewohnten Hinterf\u00fc\u00dfen.<br>&#8222;Seht&#8220;, schrie er, &#8222;das ist Kunst; das lernt man in der Welt.<br>Tut es mir nach, wenn&#8217;s euch gef\u00e4llt,<br>Und wenn ihr k\u00f6nnt!&#8220; &#8211; &#8222;Geh&#8220;, brummt ein alter B\u00e4r,<br>&#8222;Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,<br>Sie sei so rar sie sei,<br>Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei.&#8220; <\/p><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p><p>Ein gro\u00dfer Hofmann sein,<br>Ein Mann, dem Schmeichelei und List<br>Statt Witz und Tugend ist;<br>Der durch Kabalen steigt, des F\u00fcrsten Gunst erstiehlt,<br>Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,<br>Ein solcher Mann, ein gro\u00dfer Hofmann sein,<br>Schlie\u00dft das Lob oder Tadel ein? <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Literarische Formen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>b\u00fcrgerliches Trauerspiel:<\/strong><br>Das b\u00fcrgerliche Trauerspiel ist eine Form des Dramas im 18. Jahrhundert, das mit den bestehenden Poetiken brach, doch wichtiger war, dass die Helden des Dramas nun b\u00fcrgerliche Z\u00fcge trugen und die Ideen des B\u00fcrgertums vertraten. Ein  Beispiel f\u00fcr ein Trauerspiel ist Lessings <em>Emilia Galotti<\/em>. <\/li><li><strong>Fabel:<\/strong><br>Die Fabel ist eine kurze epische Erz\u00e4hlung in Vers- oder Prosaform mit lehrreichem Inhalt. Am Ende der Fabel steht die &#8222;Moral&#8220; der Fabel, oft eine Lebensweisheit. Das menschliche Handeln und Denken sowie Andeutungen von gesellschaftlicher und sozialer Probleme wird auf die beseelte und unbeseelte Natur \u00fcbertragen. Veranschaulicht wird dies durch satirische Elemente und durch eine erzieherische und belehrende Erz\u00e4hlweise. <\/li><li><strong>Lehrgedicht:<\/strong><br>Das Lehrgedicht ist Gedankenlyrik mit aufkl\u00e4rendem, lehrhaftem und moralischem Inhalt. Es kann alle Wissensgebiete behandeln, von Religion bis Naturkunde. Beispielsweise <em>Der Fr\u00fchling<\/em> von Christian von Kleist. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Vertreter<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Johann Jakob Bodmer (1698-1783)<\/li><li>Barthold Heinrich Brockes (1680-1747)<\/li><li>Christian F\u00fcrchtegott Gellert (1715-1769)<\/li><li>Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803)<\/li><li>Johann Christoph Gottsched (1700-1766)<\/li><li>Friedrich von Hagedorn (1708-1754)<\/li><li>Albrecht von Haller (1708-1777)<\/li><li>Immanuel Kant (1724-1804)<\/li><li>Anna Luise Karsch (1722-1791)<\/li><li>Christian Ewald von Kleist (1715-1759)<\/li><li>Luise Adelgunde Kulmus (1713-1762) <\/li><li>Sophie von La Roche (1730-1807) <\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Gotthold Ephraim Lessing<\/a> (1729-1781)<\/li><li>Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)<\/li><li>Gottlieb Konrad Pfeffel (1736-1809) <\/li><li>Johann Elias Schlegel (1719-1749)<\/li><li>Christian Felix Wei\u00dfe (1726-1804)<\/li><li>Christoph Martin Wieland (1733-1813) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Werke<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Irdisches Vergn\u00fcgen in Gott, bestehend in physikalisch- und moralischen Gedichten (1721) &#8211; Brockes<\/li><li>Versuch einiger Gedichte oder erlesene Proben poetischer Nebenstunden (1729) &#8211; Hagedorn<\/li><li>Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen (1730) &#8211; Gottsched<\/li><li>Sterbender Cato (1732) &#8211; Gottsched<\/li><li>Versuch Schweizerischer Gedichten (1732) &#8211; Haller<\/li><li>Pietisterey im Fischbein-Rocke (1736) &#8211; Luise Adelgunde Kulmus<\/li><li>Versuch in poetischen Fabeln und Erz\u00e4hlungen (1738) &#8211; Hagedorn<\/li><li>Kritische Abhandlung von dem Wunderbaren in der Poesie (1740) &#8211; Bodmer<\/li><li>Deutsche Schaub\u00fchne nach den Regeln der alten Griechen und R\u00f6mer eingerichtet (1740\/45) &#8211; Gottsched<\/li><li>Sammlung neuer Oden und Lieder (1742-52) &#8211; Hagedorn<\/li><li>Hermann (1743) &#8211; J. E. Schlegel<\/li><li>Versuch in scherzhaften Liedern (1744-58) &#8211; Gleim<\/li><li>Fabeln und Erz\u00e4hlungen (1746-48) &#8211; Gellert<\/li><li>Leben der schwedischen Gr\u00e4fin G (1747-1748) &#8211; Gellert<\/li><li>Grundlegung einer deutschen Sprachkunst (1748) &#8211; Gottsched<\/li><li>Der junge Gelehrte (1748) &#8211; Lessing<\/li><li>Der Triumph der guten Frauen (1748) &#8211; J. E. Schlegel<\/li><li>Die stumme Sch\u00f6nheit (1748) &#8211; J. E. Schlegel<\/li><li>Der Fr\u00fchling (1749) &#8211; Chr. v. Kleist<\/li><li>Die Juden (1749) &#8211; Lessing<\/li><li>Die verwandelten Weiber oder Der Teufel ist los (1752) &#8211; Chr. Wei\u00dfe<\/li><li>Mi\u00df Sara Sampson (1755) &#8211; Lessing<\/li><li>Auserlesene Gedichte (1764) &#8211; Karsch<\/li><li>Laokoon oder \u00dcber die Grenzen der Malerei und Poesie (1766) &#8211; Lessing<\/li><li>Die Geschichte des Agathon (1766\/67) &#8211; Wieland<\/li><li>Minna von Barnhelm oder Das Soldatengl\u00fcck (1767) &#8211; Lessing<\/li><li>Hamburgische Dramaturgie (1767-1768) &#8211; Lessing<\/li><li>Geschichte des Fr\u00e4uleins von Sternheim (1771) &#8211; Sophie von La Roche<\/li><li>Emilia Galotti (1772) &#8211; Lessing<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/gotthold+ephraim+lessing\/nathan+der+weise\/\">Nathan der Weise<\/a> (1779) &#8211; Lessing<\/li><li>Oberon (1780) &#8211; Wieland<\/li><li>Gedichte (1792) &#8211; Karsch <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Inhaltliche Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Verstand und Vernunft als Richtschnur in allen Bereichen<\/li><li>Postulate: religi\u00f6se Toleranz, Gleichheit aller Menschen, Kritik an absolutistischer Machtaus\u00fcbung<\/li><li>\u00dcberwindung von Grenzen<\/li><li>Glaube an die Erziehbarkeit und die Belehrbarkeit von Menschen, Literatur mit erziehender Funktion<\/li><li>Naturwissenschaftliche Erkenntnisse gegen kirchliche Dogmen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Hauptvertreter und Werke<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Johann Christoph Gottsched (1700-1766): <br><em>Versuch einer kritischen Dichtkunst<\/em><\/li><li>Christian F\u00fcrchtegott Gellert (1715-1769):<br><em>Fabeln und Erz\u00e4hlungen<\/em><\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/gotthold-ephraim-lessing\/\">Gotthold Ephraim Lessing<\/a> (1729-1781):<br><em>Miss Sara Simpson, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/gotthold+ephraim+lessing\/nathan+der+weise\/\">Nathan der Weise<\/a><\/em>, Fabeln<\/li><li>Christoph Martin Wieland (1733-1813):<br><em>Geschichte des Agathon, Musarion<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading\">Formale Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Drama mit erziehender Funktion<\/li><li>b\u00fcrgerliches Trauerspiel (Aufhebung der aristotelischen St\u00e4ndeklausel)<\/li><li>Fabel<\/li><li>Parabel (<em>Ringparabel<\/em>)<\/li><li>Blankvers<\/li><li>Aphorismus (knapper, inhaltsreicher Gedanke mit \u00fcberraschender Wendung)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\">Solltet ihr Fragen zum Blogartikel haben, schreibt sie uns einfach in die Kommentare und wir werden euch diese schnellstm\u00f6glich beantworten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Begriff Weltbild Historischer Hintergrund Philosophischer Hintergrund Die Dichtung der Aufkl\u00e4rung Wandel in der Dichtung Literaturtheorien der Aufkl\u00e4rung Gottscheds Literaturtheorie Lessings Literaturtheorie Das Drama in der Epoche der Aufkl\u00e4rung Gottscheds Dramen Idee vom Deutschen Nationaltheater Lessings Dramen Der Roman in der Aufkl\u00e4rung Lyrik in der Aufkl\u00e4rung Die Fabel Literarische Formen Vertreter Werke Zusammenfassung Inhaltliche Merkmale [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":548,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[3],"tags":[37,14],"class_list":["post-539","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literaturgeschichte","tag-aufklaerung","tag-literaturepochen"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.8.1 - 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