{"id":647,"date":"2021-07-05T11:24:58","date_gmt":"2021-07-05T11:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/?p=647"},"modified":"2025-04-04T08:32:23","modified_gmt":"2025-04-04T07:32:23","slug":"klassik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/klassik\/","title":{"rendered":"Klassik (1786-1832)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Begriff<\/li><li>Historischer Hintergrund<\/li><li>Philosophischer Hintergrund<\/li><li>Literatur der Klassik<ul><li>Klassikverst\u00e4ndnis<\/li><li>Goethe und Schiller als Dichtungstheoretiker<ul><li><em>Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil<\/em> (1789, Goethe)<\/li><li><em>Einf\u00fchrung in die Propyl\u00e4en<\/em> (Goethe)<\/li><li><em>Briefe \u00fcber die \u00e4stethische Erziehung des Menschen<\/em> (1795, Schiller)<\/li><li><em>\u00dcber naive und sentimentale Dichtung<\/em> (1895\/96, Schiller)<\/li><li><em>\u00dcber B\u00fcrgers Gedichte<\/em> (1791, Schiller)<\/li><\/ul><\/li><li>Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t am Beispiel Goethes <em>Hermann und Dorothea<\/em> (1797)<\/li><li>Die klassische Ballade<\/li><li>Das Drama in der Klassik<ul><li>Goethes Faust<\/li><\/ul><\/li><li>Literarische Formen<\/li><li>Vertreter<\/li><li>Werke<\/li><li>Zusammenfassung<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Begriff<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Das Wort <em>klassisch<\/em> stammt vom lateinischen <em>classicus<\/em> mit dem man Angeh\u00f6rige der h\u00f6chsten Steuerklasse bezeichnete. In der Bedeutung <em>erstrangig<\/em> wurde dieses Wort bald auf andere Bereiche \u00fcbertragen. Heute meint man mit <em>klassisch<\/em> etwas zeitlos g\u00fcltiges, \u00fcberragendes und vorbildhaftes. Im sch\u00f6pferischen Sinne bedeutet es die Orientierung an antiken Stil- und Formmustern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Mit <em>Klassik<\/em> verbindet man allgemein die Epoche des kulturellen H\u00f6hepunktes eines Landes. In Deutschland spricht man speziell von der Weimarer Klassik, da in Weimar der H\u00f6hepunkt im Schaffensprozess <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> und <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> lag. Das Jahr 1786 sieht man mit <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> Italienreise als den Beginn der Epoche an, das Jahr 1832 mit dem Tod <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> als das Ende.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Historischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Im Jahre 1789 fand die gro\u00dfe Franz\u00f6sische Revolution statt. Es kam zum Zusammentreten der Generalst\u00e4nde. Der Dritte Stand w\u00e4hlte eine Nationalversammlung. Am 14. Juli 1789 wurde die Bastille gest\u00fcrmt. Etwa einen Monat sp\u00e4ter wurden die Menschen- und B\u00fcrgerrechte erkl\u00e4rt. 1791 unternahm Ludwig XVI. einen Fluchtversuch. 1792 wurde die k\u00f6nigliche Familie festgesetzt. Die Herrschaft der Jakobiner brach an und gleichzeitig auch die Zeit des Terrors. Die Hinrichtung Ludwigs XVI. durch die Guillotine l\u00f6ste Emp\u00f6rung und Best\u00fcrzung zugleich in fast allen anderen europ\u00e4ischen Nationen aus. Die Monarchie in Frankreich wurde durch die Schreckensherrschaft Robespierres abgel\u00f6st. Terrorgesetze, Todesurteile und zahllose Todesvollstreckungen pr\u00e4gten die Jahre 1793 und 1794, bis 1794 Robespierre gest\u00fcrzt wurde. Zwischen 1795 und 1799 war in Frankreich eine Direktorialregierung eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Durch einen Staatsstreich gelangte Napoleon Bonaparte 1799 in Frankreich an die Macht. Er wurde erster Konsul, 1804 franz\u00f6sischer Kaiser. Das b\u00fcrgerliche Gesetzbuch, der Code civil, wurde zum Vorbild f\u00fcr die juristische Entwicklung in allen europ\u00e4ischen Nationen. In der Schlacht von Austerlitz 1805 besiegte Napoleon die \u00f6sterreichischen und  russischen Truppen. 1806 begann die Errichtung einer Kontinentalsperre zur Ausgrenzung Englands. Im gleichen Jahr fand die Gr\u00fcndung des Rheinbundes statt. Die Schutzherrschaft Napoleons \u00fcber die rheinischen Staaten begann und das Heilige R\u00f6mische Reich Deutscher Nation l\u00f6ste sich auf. In den Schlachten bei Jena und Auerstedt wurden die preu\u00dfischen Truppen 1806 vernichtend geschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Zwischen 1807 und 1814 wurden in Preu\u00dfen wichtige Reformen vollzogen, die einen gro\u00dfen Einfluss auf die Gesellschaft hatten: Bauernbefreiung, Selbstverwaltung der St\u00e4dte, Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Bildungsreform und Heeresreform.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1812 zog Napoleon gegen Russland in den Krieg. Da der erhoffte Sieg ausblieb, trat er den R\u00fcckzug an. 1813 setzten die Befreiungskriege gegen Frankreich ein. Mit der V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig 1813 wurde den franz\u00f6sischen Truppen ein vernichtender Schlag zuversetzt. In der Schlacht bei Waterloo 1815 wurde Napoleon endg\u00fcltig besiegt.<br>1815 regelte der Wiener Kongress die Neuordnung Europas. Die Heilige Allianz zwischen Russland, \u00d6sterreich und Preu\u00dfen, und der Deutsche Bund wurden gegr\u00fcndet. Damit war das europ\u00e4ische Gleichgewicht wieder hergestellt und eine langfristige Sicherung des Friedens gewahrt. Die Prinzipien der Neuordnung Europas, wie Restauration, Legitimit\u00e4t und Solidarit\u00e4t, bestimmten die Politik der n\u00e4chsten Jahrzehnte in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Philosophischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Wichtig f\u00fcr die Herausbildung des Idealismus war die Philosophie Immanuel Kants. In seiner <em>Kritik der reinen Vernunft<\/em> (1781-87) untersuchte er die Erkenntnisf\u00e4higkeit des Menschen. In der <em>Kritik der praktischen Vernunft<\/em> (1788) versucht er Gr\u00fcnde f\u00fcr das sittliche Handeln zu finden, das nicht nur auf Konventionen und Geboten beruhen kann, sondern aus einem sittlichen Willen resultiert. In der <em>Kritik der Urteilskraft<\/em> (1790) besch\u00e4ftigt sich Kant auch mit der \u00c4sthetik. Sch\u00f6ne Kunst ist f\u00fcr ihn Kunst eines Genies, denn sie ist exemplarisch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Literatur der Klassik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Dichtung der Klassik war sehr vom Idealismus gepr\u00e4gt. Sie zielte auf eine geschlossene Form, auf Vollendung, auf <strong>Humanit\u00e4t<\/strong>, auf Sittlichkeit und auf <strong>Harmonie<\/strong>. In Schillers <em>Briefen \u00fcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/em> (1795) forderte er eine Wahrnehmung der Kunst, die auch die Gesellschaft bef\u00f6rdert. Durch die \u00e4sthetische Erziehung wurde die Natur durch die Kunst \u00fcberwunden, die aber wieder Natur ist, um Harmonie zu erreichen. Ziel der klassischen Dichtung war nicht Abbildung oder Nachahmung der Natur, sondern das Wesen der Dinge zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Klassikverst\u00e4ndnis<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Das Klassikverst\u00e4ndnis ging auf die Betrachtung antiker Bildkunst zur\u00fcck. Von ihr wurde z.B. durch Winkelmann abgeleitet, was das Sch\u00f6nheitsideal ausmachte. F\u00fcr Winkelmann war das Menschenbild gepr\u00e4gt durch &#8222;edle Einfalt und stille Gr\u00f6\u00dfe&#8220;. Edle Einfalt meint die Einfachheit des behandelten Stoffes, stille Gr\u00f6\u00dfe eine gro\u00dfe Geisteshaltung. Das Verst\u00e4ndnis der Trag\u00f6die ging auf Sokrates, der Epik auf Homer und der Politik auf die polis zur\u00fcck.<br>Winkelmann war Verwalter der Kunstsammlung des Vatikans. Dadurch wurden antike Bilder in Rom zug\u00e4nglich. Eine Italienreise wurde so zu einer Bildungsreise, um die Kunstsch\u00e4tze der Antike mit eigenen Augen rezipieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Goethe und Schiller als Dichtungstheoretiker<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\"><em>Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil<\/em> (1789, Goethe)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Diese Schrift stellt das Ergebnis <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> Kunstlebens in Italien dar: des Studiums des Natur- und Volkslebens und dem R\u00f6mischen Karneval. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> war selbst als Zeichner t\u00e4tig. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> entwickelte eine Theorie am Beispiel der Bildenden Kunst, da sie am anschaulichsten ist und den Menschen zum Gegenstand hat. In dieser Theorie unterscheidet er zwischen drei Methoden des Kunstschaffens mit Stil als H\u00f6hepunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Nachahmung:<\/strong><br>Nachahmung (Mimesis) ist die empirische, nat\u00fcrliche Erfassung der Natur. Sie f\u00fchrt zu Realismus und Naturalismus. Nachahmung zeigt aber nur \u00c4u\u00dferlichkeiten und Oberfl\u00e4chlichkeiten. Bis zum 18. Jahrhundert galt in der Dichtung die Mimesis der Natur als Grundprinzip des Schaffens. Erst mit Herder und Lenz wurde dies abgeschafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Manier:<\/strong><br>Durch den Gebrauch der Phantasie gelangt man zu Phantasievorstellungen, die nicht auf den Wesen der Dinge beruhen. Die Dinge werden benutzt, um die eigenen Ansichten darzustellen. Manier ist also der Ausdruck der individuellen Sicht der Dinge. Das freie Kunstschaffen des <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/sturm-und-drang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sturm und Drang <\/a>beruht auf diesem Dichtungsprinzip.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Stil:<\/strong><br>Das Wesen der Dinge und der Gesetze, die es bestimmt, gilt es zu erfassen und darzustellen. Grundlage f\u00fcr Stil ist Mimesis (Realit\u00e4t, empirische Beobachtung) und Manier (Subjektivit\u00e4t). Die drei Dichtungsprinzipien bilden somit eine Synthese. Der Stil ist jedoch das h\u00f6chste Mittel der Darstellung. Die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit in den Dingen der Natur ist bestimmt durch Metamorphose. Sie f\u00fchrt zur H\u00f6herentwicklung bis hin zur Vollkommenheit. Dadurch ergibt sich eine harmonische Kontinuit\u00e4t. Durch Mannigfaltigkeit und Polarit\u00e4t in den Dingen wird eine harmonische Einheit geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\"><em>Einf\u00fchrung in die Propyl\u00e4en<\/em> (Goethe)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Zeitschrift &#8222;Die Propyl\u00e4en&#8220; wurde nach dem Eingangstor der Akropolis benannt. Sie vollzieht den \u00dcbergang von Naturwirklichkeit zur Kunstwahrheit. Sie wendet sich an K\u00fcnstler, um diese zu bilden Stil zu erreichen. Handwerk ist nur ein Teil der Kunst, hinzu kommen geistiges Wissen und Empfindungen. Bezieht der K\u00fcnstler sich nur auf sein Talent, kommt es zum Problem der Vereinseitigung. Mit der Darstellung der Sch\u00f6nheit des Menschen soll Vollkommenheit des Rezipienten erreicht werden. Das Stilkunstwerk stellt eine M\u00f6glichkeit dar, den sch\u00f6nen Menschen hervorzubringen und Harmonie zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Briefe<em> \u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/em> (1795, Schiller)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Briefe <em>\u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/em> stellen den Versuch dar, das Sch\u00f6ne zu bestimmen und die Frage nach der Funktion der Kunst innerhalb der Kulturentwicklung des Menschen zu kl\u00e4ren, besonders in der Zeit nach der Franz\u00f6sischen Revolution. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> ist eine revolution\u00e4re Umgestaltung der Gesellschaft, wie die Franz\u00f6sische Revolution, zum Scheitern verurteilt. Politische Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen erst erreicht werden, wenn der Mensch seine Harmonie wiedergefunden hat. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> fordert eine Erziehung hin zur Wahrnehmung der Kunst, die aus Phantasie und Vernunft das Ideal des selbstbestimmenden Menschen hervorbringt, der immer auch die Sache der Gesellschaft bef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\"><em>\u00dcber naive und sentimentale Dichtung<\/em> (1795\/96, Schiller)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> versucht in dieser Schrift Voraussetzungen und Merkmale moderner Kunst zu zeigen. Der moderne Dichter befindet sich in einer Welt, die ihm fremd ist: Trennung zwischen Mensch und Natur, Sinnlichkeit und Vernunft stehen der harmonischen Einheit der Antike gegen\u00fcber. F\u00fcr den Dichter der Antike zeigte sich das Ganze seiner Natur in der Wirklichkeit, deshalb konnte der diese Wirklichkeit &#8222;naiv&#8220; nachahmen. Der moderne Dichter hingegen muss das durch Kultur und Zivilisation verlorene, urspr\u00fcngliche Ideal darstellen &#8211; sentimentalisch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\"><em>\u00dcber B\u00fcrgers Gedichte<\/em> (1791, Schiller)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Als literaturtheoretische Schrift zu Lyrik der Klassik kann <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> <em>\u00dcber B\u00fcrgers Gedichte<\/em>, eine Rezeption zu B\u00fcrgers Gedichten, gelten. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> unterscheidet zwischen einem Volkss\u00e4nger, der zum Volk herabsteigt, und einem Volksdichter, der eine Verbindung zwischen Bildungs- und Massenpublikum herstellen muss. Um Interessen der Bildungselite und der Volksmassen zu treffen, ben\u00f6tigt es nach<a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Schiller<\/a> nach einer &#8222;Idealisierkunst&#8220;, die den richtigen Stoff mit einfacher Darstellung verbindet. Kennzeichnend f\u00fcr den Volksdichter ist &#8222;gl\u00fcckliche Wahl des Stoffs und h\u00f6chste Simplicit\u00e4t in Behandlung desselben&#8220;. Der &#8222;Volkss\u00e4nger&#8220; macht Popularit\u00e4t zu seinem h\u00f6chsten Gesetz, wie B\u00fcrger. Der Abstand zwischen Bildungs- und Massenpublikum kann nur durch R\u00fcckgang aufs allgemein-menschliche, Klarheit und Einfachheit \u00fcberbr\u00fcckt werden. Schiller kritisiert B\u00fcrger darin, dass er der Popularit\u00e4t die h\u00f6chste Sch\u00f6nheit aufgeopfert hat. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> spielt dabei auch auf den Unterschied zwischen volkst\u00fcmlicher und kunstvoller Sprache an. Durch die ideelle Ordnung des Weltbildes kommt es zur Entfernung von der Volkst\u00fcmlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t am Beispiel Goethes <em>Hermann und Dorothea<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die bedeutendste Gattung f\u00fcr den Klassiker <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> ist die Epik. Es soll daher in dieser Gattung versucht werden, die Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t zu kl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Stoff:<\/strong><br>Der Stoff beruht auf der Flucht linksrheinischer Deutscher vor eindringenden franz\u00f6sischen Revolutionstruppen zur Zeit der Revolutionskriege, als franz\u00f6sische Truppen 1793 ins Ruhrgebiet einfielen. In <em>Hermann und Dorothea<\/em> wurde damit der Versuch unternommen, die j\u00fcngste Vergangenheit (nahe der Gegenwart) zu schildern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Thema:<\/strong><br>Das Thema greift die chaotische Zeiten durch den ersten Koalitionskrieg auf, in dem sich die Ordnung in Aufl\u00f6sung befindet. Der Einzelne ist den Massen unterworfen, das Harmonie-Ideal ist verletzt. Das harmonische Ideal kann nur durch Anteilnahme am Schicksal der anderen bewahrt werden. Die Anteilnahme des Einzelnen am Schicksal aller zeigt sich im Beistehen der Mitmenschen, z.B. durch das Schenken von Kleidern. Das Schicksal f\u00fchrt den Einzelnen wieder zur Gemeinschaft: der Revolutionskrieg ist der Ausl\u00f6ser f\u00fcr das Zusammenfinden Hermanns und Dorotheas und der Wiederherstellung der Harmonie durch Ehe der beiden am Ende. Das Engagement des Einzelnen f\u00fcr das Gemeinwesen ist Ausdruck von Humanismus und der Vollkommenheit des Menschen. Das nat\u00fcrliche Verhalten des Menschen wird in existentiellen Grundsituationen, wie Ehe, Geburt oder Tod gezeigt. Dauer, Best\u00e4ndigkeit und Festigkeit sind wichtig, um der Aufl\u00f6sung der Ordnung entgegenzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><strong>Form:<\/strong><br>In der Form \u00e4hnelt <em>Hermann und Dorothea<\/em> einem Epos, das sich an der <em>Ilias<\/em> Homers orientiert, aufgrund der Verwendung klassischer Hexameter und die Unterteilung in Ges\u00e4nge. Die Musenbezeichnungen f\u00fcr Ges\u00e4nge ersetzen die Anrufung einer Muse zu Beginn eines Gesangs. Die Vollkommenheit des Inhalts kann nur durch die Vollkommenheit der Form gelingen. Die Handlung ist nicht chronologisch, sondern r\u00fcckblickend. Die Missverst\u00e4ndnisse sind konstruiert. Die Dialoge sind keine dramatische Dialoge, da keine Zielstrebigkeit und keine gegens\u00e4tzlichen Standpunkte auftauchen. Die Dialoge tendieren zum Ausgleich, sie sind epische Dialoge. <em>Hermann und Dorothea<\/em> fehlt jedoch das Heroische, wie z.B. Achilles in der <em>Ilias<\/em>, daher w\u00e4re die Verwendung der Genrebezeichnung Epos falsch. Da <em>Hermann und Dorothea<\/em> etwas Allt\u00e4gliches behandelt und sich um Ausgleich bem\u00fcht, ist es besser von einer Idylle, als von einem heroischen Epos, zu sprechen. Herder versucht in seinen <em>Briefen zur Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t<\/em> auf theoretische Weise zu kl\u00e4ren, wie Humanit\u00e4t bef\u00f6rdert werden kann. Goethe zeigt es praktisch z.B. an <em>Hermann und Dorothea<\/em>. Ehe, Freundschaft, geistige \u00dcbereinkunft f\u00fchren zu einer harmonischen Menschengemeinschaft. Revolution wirkt sich darauf aufl\u00f6send aus. Die Vervollkommnung des Menschen soll durch den Tatgedanken und vollkommene Menschen bewirkt werden, z.B. &#8222;und es versetze darauf die kluge verst\u00e4ndige Hausfrau&#8220;. Die Figuren repr\u00e4sentieren das Ideal des Individuums. Sie sind tugendhaft, besitzen Modellcharakter, haben eine Rolle in der Gemeinschaft und sind Ausdruck des allgemeinen, wesenhaften, charakteristischen =&gt; Stil. Die Figuren wirken verallgemeinernd und zeigen Grundz\u00fcge des menschlichen Verhaltens (z.B. &#8222;Geben ist Sache des Reichen&#8220;).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Die klassische Ballade<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Um den Abstand zwischen Bildungselite und Volksmassen zu verringern, ben\u00f6tigt es nach <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> nach einer &#8222;Idealisierkunst&#8220;, die richtige Stoffwahl und h\u00f6chste Simplizit\u00e4t der Darstellung vereint. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> Balladen sind der Versuch, den Abstand zwischen Bildungs- und Massenpublikum durch R\u00fcckgang aufs allgemein-menschliche, Klarheit und Einfachheit zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><br>Die Balladenproduktion der Klassiker im Jahr 1797 waren Werkstatterfindungen. Die klassische Ballade beschr\u00e4nkt sich auf die Arbeiten <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> und <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> in den Jahren 1797 und 1798, die in den &#8222;Musenalmanach f\u00fcr das Jahr 1798&#8220; und &#8222;Musenalmanach f\u00fcr das Jahr 1799&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurden. Im sog. &#8222;<strong>Balladenjahr<\/strong>&#8220; 1797 machten <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> und <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe <\/a>die Ballade zum Gegenstand eines &#8222;bewussten Kunstwillens und \u00e4sthetischen Experiments&#8220;. Im &#8222;Musenalmanach f\u00fcr das Jahr 1798&#8220; erschienen <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> <em><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/goethe-johann-wolfgang-von\/der-zauberlehrling-1797-GM00196-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Zauberlehrling<\/a><\/em>, <em>Die Braut von Korinth<\/em>, <em>Der Gott und die Bajadere<\/em> sowie <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> <em>Der Ring des Polykrates<\/em>, <em>Der Handschuh<\/em>, <em>Ritter Toggenburg<\/em> , <em><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/schiller-friedrich\/der-taucher-1797-GM00203-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Taucher<\/a><\/em> und die <em>Kraniche des Ibykus<\/em>. Im &#8222;Musenalmanach f\u00fcr das Jahr 1799&#8220; erschienen <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> <em>Der Kampf mit dem Drachen<\/em> und <em><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/schiller-friedrich\/die-buergschaft-1798-GM00204-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die B\u00fcrgschaft<\/a><\/em>.<br><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> Balladenproduktion f\u00e4llt ganz in die klassische Phase, w\u00e4hrend sich <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> Balladenproduktion \u00fcber seine gesamte Schaffensperiode erstreckt. Die klassische Ballade h\u00e4lt Distanz zur volkst\u00fcmlichen-germanischen, antik-klassischen, christlich-mittelalterlichen und orientalischen Welt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Der Handschuh<\/strong><br>von Friedrich von Schiller<br><br>Vor seinem L\u00f6wengarten,<br>Das Kampfspiel zu erwarten,<br>Sa\u00df K\u00f6nig Franz,<br>Und um ihn die Gro\u00dfen der Krone,<br>Und rings auf hohem Balkone<br>Die Damen in sch\u00f6nem Kranz.<br><br>Und wie er winkt mit dem Finger,<br>Auf tut sich der weite Zwinger,<br>Und hinein mit bed\u00e4chtigem Schritt<br>Ein L\u00f6we tritt<br>Und sieht sich stumm<br>Rings um,<br>Mit langem G\u00e4hnen,<br>Und sch\u00fcttelt die M\u00e4hnen<br>Und streckt die Glieder<br>Und legt sich nieder.<br><br>Und der K\u00f6nig winkt wieder,<br>Da \u00f6ffnet sich behend<br>Ein zweites Tor,<br>Daraus rennt<br>Mit wildem Sprunge<br>Ein Tiger hervor.<br><br>Wie der den L\u00f6wen erschaut,<br>Br\u00fcllt er laut,<br>Schl\u00e4gt mit dem Schweif<br>Einen furchtbaren Reif,<br>Und recket die Zunge,<br>Und im Kreise scheu<br>Umgeht er den Leu<br>Grimmig schnurrend,<br>Drauf streckt er sich murrend<br>Zur Seite nieder.<br><br>Und der K\u00f6nig winkt wieder;<br>Da speit das doppelt ge\u00f6ffnete Haus<br>Zwei Leoparden auf einmal aus,<br>Die st\u00fcrzen mit mutiger Kampfbegier<br>Auf das Tigertier;<br>Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,<br>Und der Leu mit Gebr\u00fcll<br>Richtet sich auf &#8211; da wird&#8217;s still;<br>Und herum im Kreis,<br>Von Mordsucht hei\u00df,<br>Lagern sich die greulichen Katzen.<br><br>Da f\u00e4llt von des Altans Rand<br>Ein Handschuh von sch\u00f6ner Hand<br>Zwischen den Tiger und den Leun<br>Mitten hinein.<br><br>Und zu Ritter Delorges spottender Weis&#8216;,<br>Wendet sich Fr\u00e4ulein Kunigund:<br>&#8222;Herr Ritter, ist Eure Lieb&#8216; so hei\u00df,<br>Wie Ihr mir&#8217;s schw\u00f6rt zu jeder Stund,<br>Ei, so hebt mir den Handschuh auf.&#8220;<br><br>Und der Ritter in schnellem Lauf<br>Steigt hinab in den furchtbarn Zwinger<br>Mit festem Schritte,<br>Und aus der Ungeheuer Mitte<br>Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.<br><br>Und mit Erstaunen und mit Grauen<br>Sehen&#8217;s die Ritter und Edelfrauen,<br>Und gelassen bringt er den Handschuh zur\u00fcck.<br>Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,<br>Aber mit z\u00e4rtlichem Liebesblick &#8211;<br>Er verhei\u00dft ihm sein nahes Gl\u00fcck &#8211;<br>Empf\u00e4ngt ihn Fr\u00e4ulein Kunigunde.<br>Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:<br>&#8222;Den Dank, Dame, begehr ich nicht!&#8220;<br>Und verl\u00e4sst sie zur selben Stunde.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Das Drama in der Klassik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der rebellische Charakter der Dramen <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schillers<\/a> aus der <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/sturm-und-drang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sturm und Drang-Zeit<\/a> wich in seinen Dramen der klassischen Zeit zur\u00fcck. B\u00fcrgerliche Inhalte spielten keine gr\u00f6\u00dfere Rolle mehr, stattdessen traten historische Stoffe in den Mittelpunkt, wie in <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/maria+stuart\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Maria Stuart<\/a> <\/em>(1800), <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/die+jungfrau+von+orleans\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Jungfrau von Orleans<\/a><\/em> (1801) und <em>Wilhelm Tell<\/em> (1804).<br><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> beendete 1786 w\u00e4hrend seiner Italienreise die letzte Fassung von <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Iphigenie auf Tauris<\/a><\/em> und vollzog so den \u00dcbergang zum klassischen Drama. Die Befreiung von religi\u00f6sen und politischen Zw\u00e4ngen sollte nicht mehr mit Gewalt, sondern durch Humanit\u00e4t, Harmonie und Wahrheit erreicht werden. Formal handelt es sich bei <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Iphigenie<\/em> <\/a>um ein geschlossenes Drama, da die Einheit von Handlung, Ort und Zeit eingehalten wird.<br>Das Drama spielte in der klassischen Phase bei <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> eine weniger gewichtige Rolle, als Epik und Lyrik &#8211; bis auf eine Ausnahme: den <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust<\/a><\/em>, ein Stoff, der <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> Zeit seines Lebens besch\u00e4ftigte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Goethes Faust<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Faust-Sage entstand im 16. Jahrhundert und geht zur\u00fcck auf die historische Person Johann Faust. 1587 erschien das anonym herausgegebene Volksbuch <em>Historia von D. Johann Fausten<\/em>. <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> kam das erste Mal mit dem Faust-Stoff w\u00e4hrend seines Studiums in Kontakt, als er einer Faust-Spiel-Auff\u00fchrung zuschaute. Um das Jahr 1775 entstand der sogenannte &#8222;Urfaust&#8220;. Dabei handelt es sich um <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> erste Szenenentw\u00fcrfe f\u00fcr ein Faust-Drama. 1790 ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> sein noch unvollst\u00e4ndiges Drama unter den Titel<em> Faust. Ein Fragment<\/em>, das jedoch nur in Gelehrtenkreisen der damaligen Zeit Beachtung fand. 1806 waren die Arbeiten an <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Erster Teil<\/a><\/em> beendet. Daran hatte <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schiller<\/a> einen gro\u00dfen Anteil, da er bis zu seinem Tod 1805 <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe<\/a> immer wieder dr\u00e4ngte, am <em>Faust<\/em> weiterzuschreiben. 1831 war <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Zweiter Teil<\/a><\/em> fertiggestellt worden und erschien erst nach <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethes<\/a> Tod, 1832.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><em><strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Erster Teil<\/a><\/strong><\/em> ist formal nicht wie ein klassisches antikes Drama aufgebaut. Eine Gliederung in Akte und Auff\u00fchrungen ist nicht vorhanden, es folgt Szene auf Szene. Der Ausl\u00f6ser der Handlung ist die Wette zwischen Mephisto und Gott, ob es Mephisto gelingt Faust auf seine Seite zu ziehen. Faust steht dabei f\u00fcr den Menschen, der sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften in sich vereinigt und ein gespaltenes Wesen ist. Das Drama teilt sich inhaltlich in Gelehrten- und Gretchentrag\u00f6die. Die Gelehrtentrag\u00f6die beginnt mit der Szene <em>Nacht<\/em> und wird von der Gretchentrag\u00f6die unterbrochen, die sich zwischen den Szenen <em>Hexenk\u00fcche<\/em> und <em>Kerker<\/em> abspielt. Nachdem es Mephisto nicht gelungen war, Faust durch oberfl\u00e4chliche weltliche Vergn\u00fcgen auf seine Seite zu bringen, versuchte er es nun mit der Liebe. Die Gelehrtentrag\u00f6die ist von einer szenischen Einheitlichkeit gepr\u00e4gt, da gro\u00dfe Teile der Handlung in Fausts Studierzimmer stattfinden. Typisch sind auch die vielen Monologe Fausts. Die Gretchentrag\u00f6die dagegen wechselt die Handlungsorte oft und ist vorwiegend von Dialogen gepr\u00e4gt. Sie l\u00e4sst sich nochmals unterteilen in Gretchens Verf\u00fchrung durch Faust, Gretchens gesellschaftliche \u00c4chtung und den Weg zu ihrer Erl\u00f6sung durch Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><br><em><strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Zweiter Teil<\/a><\/strong><\/em> ist in f\u00fcnf Akte gegliedert, die jedoch inhaltlich nicht direkt miteinander verbunden sind, wie in einer klassischen Trag\u00f6die. Faust versucht sich nun an verschiedenen Stationen als Tatmensch zu beweisen, doch scheitert er bei dieser Aufgabe. Im letzten Akt zeigt sich dies besonders durch eine Ironisierung des Geschehens: w\u00e4hrend der inzwischen erblindete Faust glaubt, einen gro\u00dfen Graben zu bauen, wird in Wirklichkeit sein eigenes Grab ausgehoben. Als Faust stirbt und Mephisto dessen Seele erwartet, wird diese von Gott gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><br>Der R\u00fcckbezug auf die Antike, ein wichtiges Merkmal klassischer Dichtungen, verdeutlicht der dritte Akt. Faust reist in der Zeit zur\u00fcck und heiratet Helena. Ihr gemeinsames Kind, Euphorion, verk\u00f6rpert die Klassik. Der Tod Euphorions kann als die Abl\u00f6sung der Weimarer Klassik interpretiert werden, die Goethe wenige Jahre vor seinem Tod wahrgenommen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Literarische Formen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Bildungsroman<\/li><li>Ideendrama<\/li><li>Charakterdrama<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Bevorzugte Formen der Lyrik:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li><strong>Ode:<\/strong><br>(griech. Lied, Gesang) = feierliches Gedicht, aber ged\u00e4mpfter als Hymne; reimlos; festgelegte Strophenformen: Antike Odenma\u00dfe: alk\u00e4ische Ode, sapphische Ode und asklepiadeische Ode; gepr\u00e4gt von Erhabenheit und W\u00fcrde<\/li><li><strong>Hymne<\/strong><br>(griech. Festgesang) = feierlicher Lob- und Preisgesang; meist freie Rhythmen<\/li><li><strong>Sonett:<\/strong><br>Festgelegt sind: Versma\u00df, Reim, Strophenform und L\u00e4nge. Ein Sonett besteht aus 14 Verse und hat als Versform den Alexandriner. Unterschieden wird zwischen Italienischem Sonett (Petrarca Sonett), das sich aus 2 Quartetten und 2 Terzetten zusammensetzt, und dem Elisabethanischem Sonett (Shakespeare Sonett), bestehend aus 3 Quartetten und einem abschlie\u00dfendem Reimpaar.<\/li><li><strong>Distichon:<\/strong><br>Kombination von Hexameter und Pentameter; meist reimlos<\/li><li><strong>Stanze:<\/strong><br>Strophenform zu acht Versen, mit f\u00fcnfhebigem Jambus und weiblicher Kadenz; Reimschema: ab ab ab cc<\/li><li><strong>Ballade<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Vertreter<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/johann-wolfgang-von-goethe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Johann Wolfgang von Goethe<\/a> (1749-1832)<\/li><li>Johann Friedrich Herder (1744-1803)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/friedrich-von-schiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Friedrich von Schiller<\/a> (1759-1805)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Werke<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Iphigenie auf Tauris<\/a> (1786) &#8211; Goethe<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/don+karlos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Don Karlos, Infant von Spanien<\/a> (1787) &#8211; Schiller<\/li><li>Der Geisterseher (1787\/89) &#8211; Schiller<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/goethe-johann-wolfgang-von\/egmont-978-3-8044-5624-2-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Egmont<\/a> (1788) &#8211; Goethe<\/li><li>Die G\u00f6tter Griechenlands (1788) &#8211; Schiller<\/li><li>Torquato Tasso (1790) &#8211; Goethe<\/li><li>Faust, ein Fragment (1790) &#8211; Goethe<\/li><li>Der Gro\u00df-Cophta (1791) &#8211; Goethe<\/li><li>Der B\u00fcrgergeneral (1793) &#8211; Goethe<\/li><li>\u00dcber Anmut und W\u00fcrde (1793) &#8211; Schiller<\/li><li>Vom Erhabenen (1793) &#8211; Schiller<\/li><li>Briefe zur Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t (1793-97) &#8211; Herder<\/li><li>Reineke Fuchs (1794) &#8211; Goethe<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/goethe-johann-wolfgang-von\/roemische-elegien-v-GM00095-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">R\u00f6mische Elegien<\/a> (1795) &#8211; Goethe<\/li><li>\u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen (1795) &#8211; Schiller<\/li><li>Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (1795) &#8211; Goethe<\/li><li>Elegien (1795) &#8211; Goethe<\/li><li>Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795\/96) &#8211; Goethe<\/li><li>\u00dcber naive und sentimentale Dichtung (1795\/96) &#8211; Schiller<\/li><li>Das Lied von der Glocke (1797) &#8211; Schiller<\/li><li>Hermann und Dorothea (1797) &#8211; Goethe<\/li><li>Xenien (1797) &#8211; Goethe\/ Schiller<\/li><li>Balladen (1797\/98) &#8211; Schiller<\/li><li>Balladen (1798) &#8211; Goethe<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/schiller-friedrich\/wallenstein-978-3-8044-5825-3-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wallenstein<\/a> (1798\/99) &#8211; Schiller<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/maria+stuart\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Maria Stuart<\/a> (1800) &#8211; Schiller<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/friedrich+schiller\/die+jungfrau+von+orleans\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Jungfrau von Orleans<\/a> (1801) &#8211; Schiller<\/li><li>Die Braut von Messina oder Die feindlichen Br\u00fcder (1803) &#8211; Schiller<\/li><li>Wilhelm Tell (1804) &#8211; Schiller<\/li><li>Demetrius (1804\/05) &#8211; Schiller<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Erster Teil<\/a> (1806) &#8211; Goethe<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/goethe-johann-wolfgang-von\/die-wahlverwandtschaften-978-3-8044-5786-7-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Wahlverwandtschaften<\/a> (1809) &#8211; Goethe<\/li><li>Pandora (1809) &#8211; Goethe<\/li><li>Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (1811\/14) &#8211; Goethe<\/li><li>Aus meinem Leben. Zweiter Abteilung erster und zweiter Teil (1816\/17) &#8211; Goethe<\/li><li>West-\u00f6stlicher Divan (1819) &#8211; Goethe<\/li><li>Urworte. Orphisch (1820) &#8211; Goethe<\/li><li>Wilhelm Meisters Wanderjahre (1821) &#8211; Goethe<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust. Der Trag\u00f6die Zweiter Teil<\/a> (1831) &#8211; Goethe<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Inhaltliche Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Ideal vorkommende Sch\u00f6nheit<\/li><li>Harmonie und Ausgewogenheit<\/li><li>Hoher Wert des sittlichen Handelns; Humanit\u00e4t und Toleranz<\/li><li>Kosmische Ordnung als Notwendigkeit<\/li><li>Herausstellung des Erhabenen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Hauptvertreter und Werke<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/iphigenie+auf+tauris\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Iphigenie auf Tauris<\/a>, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust I<\/a>, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/johann+wolfgang+von+goethe\/faust+ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faust II<\/a>, Novelle, Wilhelm Meister<\/em>, Gedichte und Balladen<\/li><li>Friedrich Schiller (1759-1805): <em>\u00dcber Anmut und W\u00fcrde, \u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Zwischen Klassik und Romantik:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Heinrich von Kleist (1777-1811): <em><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/heinrich+von+kleist\/der+zerbrochne+krug\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der zerbrochene Krug<\/a>, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/heinrich+von+kleist\/michael+kohlhaas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Michael Kohlhaas<\/a>, Das Bettelweib von Locarno, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/heinrich+von+kleist\/das+erdbeben+in+chili\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Erdbeben in Chili<\/a><\/em><\/li><li>Friedrich H\u00f6lderlin (1770-1843): <em>Der Tod des Empedokles<\/em><\/li><li>Jean Paul (1763-1825): <em>Flegeljahre<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Formale Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Harmonie zwischen Aussage und Form als Ideal:<ul><li>Kunstballade<\/li><li>Dinggedicht<\/li><li>Gedankenlyrik<\/li><li>Hymne<\/li><li>Verwendung antiker Formen und Stilmittel<\/li><li>Entwicklungsroman<\/li><li>Ballade<\/li><li>Ideendrama, analytisches Drama<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Solltest du Fragen zum Blogartikel haben, schreibe sie uns einfach in die Kommentare und wir werden diese schnellstm\u00f6glich beantworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dichtung der Klassik war sehr vom Idealismus gepr\u00e4gt. 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