{"id":867,"date":"2021-09-08T10:00:00","date_gmt":"2021-09-08T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/?p=867"},"modified":"2025-04-04T08:33:21","modified_gmt":"2025-04-04T07:33:21","slug":"junges-deutschland-und-vormaerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/literaturgeschichte\/junges-deutschland-und-vormaerz\/","title":{"rendered":"Junges Deutschland und Vorm\u00e4rz (1825-1848)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Begriff<\/li><li>Historischer Hintergrund<\/li><li>Philosophischer Hintergrund<\/li><li>Literatur des Jungen Deutschlands<ul><li>Zensur<\/li><li>Lyrik des Jungen Deutschlands<\/li><li>Epik des Jungen Deutschlands<ul><li>Reiseberichte\/ Reisebilder<\/li><li>Flugschriften<\/li><li>Romane<\/li><\/ul><\/li><li>Dramatik des Jungen Deutschlands<\/li><\/ul><\/li><li>Vertreter des Jungen Deutschlands<\/li><li>Werke des Jungen Deutschlands<\/li><li>Literatur des Vorm\u00e4rz<ul><li>Lyrik des Vorm\u00e4rz<\/li><li>Epik &#8211; am Bsp. Heines <em>Deutschland. Ein Winterm\u00e4rchen<\/em> (1844)<\/li><li>Dramatik des Vorm\u00e4rz<\/li><li>Beginn der sozialistischen Literatur<\/li><\/ul><\/li><li>Vertreter des Vorm\u00e4rz<\/li><li>Werke des Vorm\u00e4rz<\/li><li>Literarische Formen<\/li><li>Zusammenfassung Junges Deutschland\/Vorm\u00e4rz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Begriff<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der Begriff <em>Vorm\u00e4rz<\/em> als Epochenbezeichnung bezeichnet den Zeitraum zwischen 1815 und 1848. Die Literatur des Vorm\u00e4rz wird unterteilt in Junges Deutschland und den eigentlichen Vorm\u00e4rz.<br>Die Bezeichnung <em>Junges Deutschland<\/em> wurde zuerst 1834 in Ludolf Wienbargs <em>\u00c4sthetischen Feldz\u00fcgen<\/em> verwendet. Als &#8222;literarische Schule&#8220; wurden das Junge Deutschland erst 1835 in einem Beschluss des Bundestages angesehen, der dessen Schriften verboten hatte. In Wirklichkeit bildeten die Vertreter des Jungen Deutschlands keine Schule. Sie verband aber die Ablehnung der Restauration und des Adels und das Einsetzen f\u00fcr Presse- und Meinungsfreiheit. Die literarische Bewegung des Jungen Deutschlands hatte ihren H\u00f6hepunkt zwischen 1830 bis 1835. Mit dem Verbot der Schriften am 10. Dezember 1835 endete sie schlie\u00dflich, da die meisten jungdeutschen Autoren ihre gesellschaftspolitisch-kritische Arbeit einstellten. Folgende Autoren wurden im Bundestagsbeschluss vom 10.12.1835 namentlich genannt: Heinrich Heine, Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt.<br>Die literarische Str\u00f6mung des eigentlichen Vorm\u00e4rz setzte 1840 ein und endete 1848 mit der gescheiterten M\u00e4rzrevolution. Mit der Rheinkrise und der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms von Preu\u00dfen 1840 kam ein neues Nationalgef\u00fchl auf. Es traten zahlreiche neue Autoren hervor, wie Georg Herwegh, Ferdinand Freiligrath, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Georg Weerth. Die Autoren des Vorm\u00e4rz verband, dass sie eine bestimmte Zeit im Exil verbrachten bzw. nur im Exil publizieren konnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Historischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1815 wurde der Wiener Kongress eingeleitet, bei dem die Neuordnung Europas geregelt wurde. Es entstand die &#8222;Heilige Allianz&#8220; zwischen Preu\u00dfen, \u00d6sterreich und Russland zur Sicherung der Prinzipien der Neuordnung, zur Verteidigung des christlichen Glaubens, zur Erhaltung der Herrschaftsh\u00e4user und zur Wiederherstellung der vorrevolution\u00e4ren Ordnung. Die Zeit zwischen 1815 und 1848 war gepr\u00e4gt von dem Interessenskonflikt zwischen den deutschen F\u00fcrsten, welche sich f\u00fcr eine Restauration einsetzten, und den &#8222;Jungem Deutschland&#8220; (Studenten und Professoren), das nach Freiheit und einer politischen Einheit strebte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1815 kam es zur Gr\u00fcndung des Deutschen Bundes zwischen 39 Einzelstaaten. Es kam au\u00dferdem zur Gr\u00fcndung von Burschenschaften, zuerst in Jena, sp\u00e4ter auch in anderen deutschen St\u00e4dten. 1817 fand das Wartburgfest statt. 1819 wurden die Karlsbader Beschl\u00fcsse gefasst, welche die Burschenschaften verboten, die \u00dcberwachung von Universit\u00e4ten einleiteten, eine Buch- und Pressezensur einf\u00fchrten und den Einsatz von Spitzeln erlaubten. Die Folge war der R\u00fcckzug vieler Deutscher ins Privatleben. 1832 fand das Hambacher Fest statt. 1834 kam es zur Gr\u00fcndung des Deutschen Zollvereins, der die innerdeutschen Zollschranken beseitigte und somit eine wirtschaftliche Einheit herstellte. Aufgrund schlechter sozialer und wirtschaftlicher Verh\u00e4ltnisse der schlesischen Weser kam es 1844 zu einem Aufstand. Die Entt\u00e4uschung \u00fcber die unerf\u00fcllten Hoffnungen des &#8222;Jungen Deutschlands&#8220; und das Festhalten an der alten Ordnung deutscher F\u00fcrsten f\u00fchrte 1848 schlie\u00dflich zur M\u00e4rzrevolution.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Philosophischer Hintergrund<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der philosophische Hintergrund der Restaurationszeit war v.a. von der Philosophie Friedrich Hegels (1770-1831) und seinen Schriften <em>Ph\u00e4nomenologie des Geistes<\/em> (1806), <em>Wissenschaft der Logik<\/em> (1812\/16), <em>Enzyklop\u00e4die der philosophischen Wissenschaften<\/em> (1817) und <em>Grundlinien der Philosophie des Rechts<\/em> (1831) gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Literatur des Jungen Deutschlands<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Zensur<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1819 wurde f\u00fcr alle Staaten des Deutschen Bundes eine Vorzensur eingef\u00fchrt. Sie betraf alle Texte unter 20 Bogen (entspricht 320 Seiten). Damit fielen alle Schriften darunter, die f\u00fcr ein breites Publikum zug\u00e4nglich waren, wie Zeitungen, Zeitschriften und viele B\u00fccher.<br>Ab 1830 versuchten immer mehr Schriftsteller und Verleger die Zensurma\u00dfnahmen zu umgehen, indem sie ihre Werke entweder im Ausland drucken lie\u00dfen oder ihren Umfang auf 21 Bogen ausweiteten. Dieser Widerstand f\u00fchrte unweigerlich zu einer Versch\u00e4rfung der Zensur. Zur Vorzensur kamen jetzt auch die Ausweitung der Zensur auf alle Werke, das Verbot einzelner Autoren und Verlage und die Zerschlagung von Vereinen hinzu.<br>Verboten war vor allem die Kritik an den herrschenden politischen Verh\u00e4ltnissen, wie an der Regierung oder an dem Adel. Ein Werk konnte auf zwei verschiedene Weisen zensiert werden: die betreffenden Textstellen wurden entweder durch die Zensoren korrigiert oder gestrichen. Die Streichungen waren anfangs noch als Zensurstriche sichtbar, sp\u00e4ter wurden auch diese verboten.<br>Im 12. Kapitel von <em>Ideen. Das Buch Le Grande<\/em> parodierte <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heine<\/a> die deutschen Zensoren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"407\" height=\"271\" src=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/2021-07-21-10_30_51-Epochenueberlicke-zur-deutschen-Literaturgeschichte.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-878\"\/><figcaption>Ideen. Das Buch Le Grande (1827)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Lyrik des Jungen Deutschlands<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1827 erschien <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heines<\/a> <em><strong>Buch der Lieder<\/strong><\/em>, in dem seine fr\u00fchen Gedichte zusammengefasst sind. Es besteht aus f\u00fcnf Zyklen: <em>Junge Leiden<\/em>, <em>Lyrisches Intermezzo<\/em>, <em>Die Heimkehr<\/em>, <em>Aus der Harzreise<\/em> und <em>Die Nordsee<\/em>. Besonders die Gedichte der Zyklen <em>Lyrisches Intermezzo<\/em> und <em>Die Heimkehr<\/em> pr\u00e4gten Heines literarischen Ruhm. Sie zeichneten sich durch Liedhaftigkeit und metrische Einfachheit aus und trugen keine \u00dcberschriften. Die am h\u00e4ufigsten anzutreffende Strophenform ist die Volksliedstrophe. Das Thema dieser Gedichte war meist eine unerf\u00fcllte oder unerreichbare Liebe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Epik des Jungen Deutschlands<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Epik erschien den jungdeutschen Schriftstellern als die geeignetste Gattung f\u00fcr ihre Werke, da sie durch ihre Regelfreiheit sich am besten ihren verschiedenen Inhalten anpassen konnte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Reiseberichte\/Reisebilder<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Reiseliteratur hatte mit <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich Heine<\/a> einen H\u00f6hepunkt im 19. Jahrhundert. Neben ihrer informierenden und unterhaltenden Funktion, kam ihr mit Heine vor allem eine politisch aufkl\u00e4rende Funktion zu. Seine <em>Reisebilder<\/em>-Sammlung erschien in vier Teilen zwischen 1826 und 1831. Band I (1826) enthielt <em>Die Heimkehr<\/em>, <em>Die Harzreise<\/em> und <em>Die Nordsee, 1. und 2. Abteilung<\/em>; Band II (1827) <em>Die Nordsee, 3. Abteilung<\/em>, <em>Ideen. Das Buch Le Grand<\/em> und <em>Neuer Fr\u00fchling<\/em>; Band III (1830) <em>Italien 1828. I. Reise von M\u00fcnchen nach Genua<\/em>, <em>II. Die B\u00e4der von Lucca<\/em>; Band IV (1831) <em>Italien 1828. III. Die Stadt Lucca. &#8211; Englische Fragmente<\/em>.<br>Der wohl bedeutendste Reisebericht dieser Sammlung war <em><strong>Die Harzreise<\/strong><\/em> (1826), die nach Heines Wanderung durch den Harz im Sommer 1824 entstand und 1826 ver\u00f6ffentlicht wurde. In diesem Reisebild verarbeitete Heine durch satirisch-witzige Elemente die aktuellen politischen Verh\u00e4ltnisse in Deutschland. Die Gesellschaft steht in einer Polarit\u00e4t zur Natur. Durch die Hingabe an die Natur tritt zugleich eine Befreiung vom Studentenleben und Philistertum ein. Als Gegenbild zu den entfremdeten Stadtmenschen werden mit der Natur im Einklang lebende Menschen, wie Bergleute oder ein Hirtenknabe gezeigt. Die Komik in der Harzreise wird vor allem durch Kontraste von Einfachem und Erhabenem erreicht. Neben Satire, runden realistische und schw\u00e4rmerische Naturbeschreibungen, sowie die Einbindung lyrischer Passagen, die <em>Harzreise<\/em> als Reisebild ab.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Flugschriften<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1834 erschien die wohl bekannteste Flugschrift des Jungen Deutschlands, <em><strong>Der Hessische Landbote<\/strong><\/em> von Georg B\u00fcchner und Friedrich Ludwig Weidig, auf ca. 1000 Exemplaren anonym und unter einer fingierten Ortsangabe. Im <em>Hessischen Landboten<\/em> werden die hessischen Bauern zur Revolution gegen die Obrigkeit aufgerufen. B\u00fcchner und Weidig schildern sehr detailliert die Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung der Bauern. Die Zahlenbelege basieren auf einer Statistik des Gro\u00dfherzogtums Hessen von G. W. J. Wagner aus dem Jahre 1831.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Romane<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der wohl wichtigste Roman des Jungen Deutschlands, Gutzkows <em><strong>Wally, die Zweiflerin<\/strong><\/em> (1835), war einer der Gr\u00fcnde, weshalb sein Werk, neben den von anderen Autoren, durch den Bundestagsbeschluss 1835 verboten wurde. Au\u00dferdem brachte der Roman Gutzkow 1836 eine einmonatige Gef\u00e4ngnisstrafe ein. Das zentrale Thema des Romans ist der Zweifel am religi\u00f6sen Glauben, der die Ursache f\u00fcr den Untergang Wallys und ihren Freitod ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Dramatik des Jungen Deutschlands<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Als einer der wichtigsten Dramatiker trat Christian Dietrich Grabbe hervor, der v.a. das Geschichtsdrama bevorzugte. Bereits als Gymnasiast entstand seine erste Trag\u00f6die <em>Herzog Theodor von Gothland<\/em>, die allerdings erst 1827 ver\u00f6ffentlicht wurde. In seinem bekanntestem Werk <em><strong>Napoleon oder Die hundert Tage<\/strong><\/em>, das 1831 erschien, legte Grabbe wichtige Grundsteine f\u00fcr die Entwicklung des epischen Dramas. Seine Dramen sind von Pessimismus bestimmt, enden aber nicht im Weltschmerz sondern kritisieren stark das Wirklichkeitsverst\u00e4ndnis seiner Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Georg B\u00fcchner wurde von seinen Zeitgenossen kaum beachtet, mit Ausnahme Karl Gutzkows, der sich f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung seiner Werke einsetzte. Die literarische Qualit\u00e4t seines Werkes wurde erst nach seinem Tode anerkannt. 1835 erschien das in nur f\u00fcnf Wochen geschriebene Drama <em><strong>Dantons Tod<\/strong><\/em>, das aber erst 1902 uraufgef\u00fchrt wurde. Das Drama schildert die letzten Wochen vor der Hinrichtung Dantons in Paris. Es hat, im Vergleich zu anderen Dramen, einen modernen Aufbau. Die Handlungen der einzelnen Figuren tritt hinter deren Reden und Reflexionen zur\u00fcck. Das herk\u00f6mmliche System zum Aufbau der Spannung durch Willk\u00fcr und Zufall wird nicht verwendet. Statt dessen sind die Ereignisse durch den Zwang der Verh\u00e4ltnisse bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">1836 entstand das <strong>erste soziale Drama<\/strong> der deutschen Literatur, B\u00fcchners <em><strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/georg+b%C3%BCchner\/woyzeck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Woyzeck<\/a><\/strong><\/em>. Darin wird zum ersten Mal einer aus der untersten gesellschaftlichen Schicht stammender Mensch zum Helden einer Trag\u00f6die. Dieser war durch den Druck seiner sozialen Stellung gezwungen, seine Geliebte zu t\u00f6ten. Das Fragment gebliebene Drama ist in vier nur schwer lesbaren Handschriften \u00fcberliefert und erschien 1878 und wurde erst 1913 in M\u00fcnchen uraufgef\u00fchrt. Es hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Dramas in Deutschland, besonders auf die Dramen des Naturalismus, in denen die Unterdr\u00fcckung sozial niederer Schichten im Mittelpunkt stand. Die Quellen f\u00fcr B\u00fcchners <em>Woyzeck<\/em> waren ein Gutachten \u00fcber den realen Mordfall Woyzeck, der seine Geliebte aus Eifersucht umbrachte und daf\u00fcr sp\u00e4ter hingerichtet wurde, und Beitr\u00e4ge aus der <em>Zeitschrift f\u00fcr Staatsarzneikunde<\/em>, die sich mit dem Gem\u00fctszustand des M\u00f6rders befassten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><em>Woyzeck<\/em> entspricht seinem Aufbau nach einem offenen Drama. Die einzelnen Szenen sind aneinandergereiht, f\u00fcr sich inhaltlich abgeschlossen und miteinander austauschbar. Woyzeck, ein armer und besitzloser Soldat, ist verliebt in Marie, mit der er ein uneheliches Kind hat. Da sein geringer Sold f\u00fcr das \u00dcberleben der Familie nicht ausreicht, arbeitet er als Barbier und stellt sich f\u00fcr medizinische Experimente zur Verf\u00fcgung. Diese sind die Ursache f\u00fcr seinen schwachen k\u00f6rperlichen und seelischen Zustand, da er z.B. sich eine Zeit lang nur von Erbsen ern\u00e4hren muss. Die sozialen Ungerechtigkeiten, wie die st\u00e4ndigen Dem\u00fctigungen und die Behandlung als Versuchstier, ertr\u00e4gt Woyzeck nur durch seine Beziehung zu Marie. Als diese jedoch eines Tages von einem Tambourmajor verf\u00fchrt wird, sieht sich Woyzeck seiner tragenden St\u00fctze im Leben beraubt. Er kauft sich ein Messer, l\u00e4dt Marie zu einem Waldspaziergang ein und ersticht sie. Ob Woyzeck am Ende selbst stirbt, bleibt jedoch offen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Vertreter des Jungen Deutschlands<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Ludwig B\u00f6rne (1786-1837)<\/li><li>Georg B\u00fcchner (1813-1837)<\/li><li>Christian Dietrich Grabbe (1801-1836)<\/li><li>Karl Gutzkow (1811-1878)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich Heine<\/a> (1797-1856)<\/li><li>Heinrich Laube (1806-1884)<\/li><li>Theodor Mundt (1809-1861)<\/li><li>Friedrich Ludwig Weidig (1791-1837)<\/li><li>Ludolf Wienbarg (1802-1872)<\/li><li>Ernst Willkomm (1810-1886)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Werke des Jungen Deutschlands<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Reisebilder. Erster Teil (1826) &#8211; Heine<ul><li>Die Heimkehr<\/li><li>Die Harzreise<\/li><li>Die Nordsee<\/li><\/ul><\/li><li>Reisebilder. Zweiter Teil (1827) &#8211; Heine<ul><li>Die Nordsee<\/li><li>Ideen. Das Buch Le Grand<\/li><li>Neuer Fr\u00fchling<\/li><\/ul><\/li><li>Buch der Lieder (1827) &#8211; Heine<\/li><li>Herzog Theodor von Gothland (1827) &#8211; Grabbe<\/li><li>Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (1827) &#8211; Grabbe<\/li><li>Marius und Sulla (1827) &#8211; Grabbe<\/li><li>Don Juan und Faust (1829)- Grabbe<\/li><li>Kaiser Friedrich Barbarossa (1829) &#8211; Grabbe<\/li><li>Reisebilder. Dritter Teil (1830) &#8211; Heine<ul><li>Die Reise von M\u00fcnchen nach Genua<\/li><li>Die B\u00e4der von Lukka<\/li><\/ul><\/li><li>Napoleon oder Die hundert Tage (1831) &#8211; Grabbe<\/li><li>Briefe aus Paris (1832\/34) &#8211; B\u00f6rne<\/li><li>Maha Guru (1833) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Bernhard, Herzog von Weimar (1833) &#8211; Willkomm<\/li><li>Das junge Europa (1833) &#8211; Laube<\/li><li>Der Hessische Landbote (1834) &#8211; B\u00fcchner<\/li><li>Dantons Tod (1835) &#8211; B\u00fcchner<\/li><li>Hannibal (1835) &#8211; Grabbe<\/li><li>Wally, die Zweiflerin (1835) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen (1835) &#8211; Mundt<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/georg+b%C3%BCchner\/woyzeck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Woyzeck<\/a> (1836) &#8211; B\u00fcchner<\/li><li>Die Romantische Schule (1836) &#8211; Heine<\/li><li>Leonce und Lena (1838) &#8211; B\u00fcchner<\/li><li>Die Hermannsschlacht (1838) &#8211; Grabbe<\/li><li>Die Europam\u00fcden (1838) &#8211; Willkomm<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/georg+b%C3%BCchner\/lenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lenz<\/a> (1839) &#8211; B\u00fcchner<\/li><li>Leonce und Lena (1842) &#8211; B\u00fcchner<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Literatur des Vorm\u00e4rz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Mit dem Beginn der 40er Jahre spitzte sich die Politisierung der Literatur radikal zu und fand ihre Rechtfertigung erstmals auch in der Programmatik, in welcher der Versuch einer Begr\u00fcndung der Politik als Gegenstand der Literatur unternommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Lyrik des Vorm\u00e4rz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Die Lyrik war f\u00fcr die Autoren des Vorm\u00e4rz die wichtigste Gattung, in der sie ihre politischen Absichten ausdr\u00fccken konnten. Mit der Ver\u00f6ffentlichung der Sammlung <em><strong>Gedichte eines Lebendigen<\/strong><\/em> (1841) wurde Georg Herwegh trotz Zensurverbots zu einem weit bekanntem Dichter. In seiner politischen Lyrik ging er mit der Politisierung der Literatur sogar soweit, die \u00dcberparteilichkeit des Dichters aufzugeben und f\u00fcr ein Parteinehmen einzutreten (Herwegh: <em>Die Partei<\/em>, 1842).<br>Der Gebrauch der Lyrik als politisches Instrument, wie sie z.B. von Herwegh, Freiligrath und Fallersleben eingesetzt wurde, fand jedoch nicht bei allen Schriftstellern Zustimmung und f\u00fchrte zu heftigen Diskussionen. Eine besonders heftige Kritik und Distanzierung davon kam von <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich Heine<\/a>, der an einer langen Wirkung politischer Lyrik zweifelte, da er die angewandten Techniken der politischen Lyriker auf die Realit\u00e4t nicht f\u00fcr angemessen hielt (Heine: <em>An Georg Herwegh<\/em>, 1841; <em>An einen politischen Dichter<\/em>, 1841; <em>Die Tendenz<\/em>, 1842). Die politische Lyrik des Vorm\u00e4rz wurde daher oft als Tendenz- bzw. Gelegenheitsdichtung kritisiert. Jedoch stand dazu die Ver\u00f6ffentlichung von Heines Gedicht <em><strong><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/heine-heinrich\/die-schlesischen-weber-GM00110-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die schlesischen Weber<\/a><\/strong><\/em> 1844, in welchem die sozialen Missst\u00e4nde der Weber angeklagt wurden, in einem Gegensatz.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Im d\u00fcstern Auge keine Tr\u00e4ne,<br>Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Z\u00e4hne:<br>&#8222;Deutschland, wir weben dein Leichentuch,<br>Wir weben hinein den dreifachen Fluch &#8211;<br>Wir weben, wir weben!<br><br>Im d\u00fcstern Auge keine Tr\u00e4ne,<br>Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Z\u00e4hne:<br>&#8222;Deutschland, wir weben dein Leichentuch,<br>Wir weben hinein den dreifachen Fluch &#8211;<br>Wir weben, wir weben!<br><br>Ein Fluch dem G\u00f6tzen, zu dem wir gebeten<br>In Wintersk\u00e4lte und Hungersn\u00f6ten;<br>Wir haben vergebens gehofft und geharrt,<br>Er hat uns ge\u00e4fft, gefoppt und genarrt &#8211;<br>Wir weben, wir weben!<br><br>Ein Fluch dem K\u00f6nig, dem K\u00f6nig der Reichen,<br>Den unser Elend nicht konnte erweichen,<br>Der den letzten Groschen von uns erpre\u00dft<br>Und uns wie Hunde erschie\u00dfen l\u00e4\u00dft &#8211;<br>Wir weben, wir weben!<br><br>Ein Fluch dem falschen Vaterlande,<br>Wo nur gedeihen Schmach und Schande,<br>Wo jede Blume fr\u00fch geknickt,<br>Wo F\u00e4ulnis und Moder den Wurm erquickt &#8211;<br>Wir weben, wir weben!<br><br>Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,<br>Wir weben emsig Tag und Nacht &#8211;<br>Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,<br>Wir weben hinein den dreifachen Fluch &#8211;<br>Wir weben, wir weben!&#8220;<\/p><cite>Die schlesischen Weber (1844) &#8211; Heinrich Heine<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Epik &#8211; am Beispiel Heines Deutschland. Ein Winterm\u00e4rchen (1844)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Das Versepos <em><strong><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/heinrich+heine\/deutschland.+ein+winterm%C3%A4rchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschland. Ein Winterm\u00e4rchen<\/a><\/strong><\/em> entstand nach <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heines<\/a> Deutschlandreise im Jahr 1843 von Paris nach Hamburg. In dem 27 Kapitel umfassenden versifizierten Reisebilden beschrieb und parodierte Heine die aktuellen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse in Deutschland, wie z.B. das Zoll-, Zensur- oder Milit\u00e4rwesen oder die Monarchie. Die Motive f\u00fcr die Reise sind Heimweh und Wiedersehen mit der Mutter.<br>Im ersten Kapitel schildert das lyrische Ich seine Eindr\u00fccke, Gef\u00fchle und Gedanken beim Betreten Deutschlands nach langer Abwesenheit. Mit dem Entsagungslied wird Kritik am Alten und an der Kirche ge\u00fcbt. Im neuen Lied wird eine Vision vom zuk\u00fcnftigen Deutschland hergestellt. Den dichterischen H\u00f6hepunkt des Werkes bildet die Auseinandersetzung mit der Barbarossa-Sage in den Kapiteln 14 bis 17. In dem fiktiven Gespr\u00e4ch des lyrischen Ichs mit der Barbarossa-Gestalt findet eine Konfrontation des Barbarossas mit der aktuellen politischen Realit\u00e4t statt. Das Ergebnis des Gespr\u00e4chs ist eine Absage an den volkst\u00fcmlichen Barbarossa-Mythos.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Beginn der sozialistischen Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">In der Revolution von 1848 war das B\u00fcrgertum die f\u00fchrende Kraft. Doch in dieser Zeit kam es auch zur Herausbildung der Arbeiterklasse als eigenst\u00e4ndige politische Kraft. Zu den ersten Theoretikern geh\u00f6rte Wilhelm Weitling (1808-1871) mit seinen Schriften <em>Die Menschheit, wie sie ist und wie sie sein sollte<\/em> (1838\/39) und <em>Garantien der Harmonie und Freiheit<\/em> (1842). Die wichtigsten Theoretiker waren jedoch Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895) mit ihren gemeinsamen Werken <em>Die deutsche Ideologie<\/em> (1845\/46), <em>Das Elend der Philosophie<\/em> (1847) und <em>Manifest der Kommunistischen Partei<\/em> (1848), in denen sie die Theorie vom historischen Materialismus entwickelten.<br>Bedeutende sozialkritische Autoren des Vorm\u00e4rz waren Karl Beck (<em>Lieder vom armen Mann<\/em>, 1846), Ernst Dronke (<em>Berlin<\/em>, 1846; <em>Polizeigeschichten<\/em>, 1846), Ernst Willkomm (<em>Eisen, Gold und Geist<\/em>, 1843; <em>Wei\u00dfe Sklaven<\/em>, 1845) und Wilhelm Wolff (<em>Die Kasematten<\/em>, 1843). Der wichtigste Vertreter war Georg Weerth mit seinen Studien und Skizzen \u00fcber die sozialen Verh\u00e4ltnisse in England, wie das englische Arbeiterleben (<em>Das Blumenfest der englischen Arbeiter<\/em>, 1845\/46) und den <em>Liedern aus Lancashire<\/em> (1845\/46). Formen der sozialkritischen Literatur waren Arbeiter- und Industrieromane, Reportagen, Skizzen und Berichte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Vertreter des Vorm\u00e4rz<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Karl Beck (1817-1879)<\/li><li>Ernst Dronke (1822-1891)<\/li><li>August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)<\/li><li>Ferdinand Freiligrath (1810-1876)<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/infothek\/autorenportraets\/heinrich-heine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Heinrich Heine<\/a> (1797-1856)<\/li><li>Georg Herwegh (1817-1875)<\/li><li>Georg Weerth (1822-1856)<\/li><li>Ernst Willkomm (1810-1886)<\/li><li>Wilhelm Wolff (1809-1864)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Werke des Vorm\u00e4rz<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Unpolitische Lieder (1840\/41) &#8211; Fallersleben<\/li><li>Das Lied der Deutschen (1841) &#8211; Fallersleben<\/li><li>Gedichte eines Lebendigen (1841) &#8211; Herwegh<\/li><li>Aufruf (1841) &#8211; Herwegh<\/li><li>Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (1843) &#8211; Heine<\/li><li>Eisen, Gold und Geist (1843) &#8211; Willkomm<\/li><li>Die Kasematten (1843) &#8211; Wolff<\/li><li>Neue Gedichte (1844) &#8211; Heine<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bange-verlag.de\/heine-heinrich\/die-schlesischen-weber-GM00110-pdf-digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die schlesischen Weber <\/a>(1844) &#8211; Heine<\/li><li>Struensee (1844) &#8211; Laube<\/li><li>Ein Glaubensbekenntnis (1844) &#8211; Freiligrath<\/li><li>Das Urbild des Tart\u00fcffe (1844) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Zopf und Schwert (1844) &#8211; Gutzkow<\/li><li><a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/heinrich+heine\/deutschland.+ein+winterm%C3%A4rchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschland. Ein Winterm\u00e4rchen<\/a> (1844) &#8211; Heine<\/li><li>Wei\u00dfe Sklaven (1845) &#8211; Willkomm<\/li><li>Das Blumenfest der englischen Arbeiter (1845\/46) &#8211; Weerth<\/li><li>Lieder aus Lancashire (1845\/46)<\/li><li>Lieder vom armen Mann (1846) &#8211; Beck<\/li><li>Berlin (1846) &#8211; Dronke<\/li><li>Polizeigeschichten (1846) &#8211; Dronke<\/li><li>Uriel Acosta (1846) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Der Karlssch\u00fcler (1846) &#8211; Laube<\/li><li>Gedichte (1846) &#8211; Weerth<\/li><li>An Bord des Glen Albyn (1847) &#8211; Weerth<\/li><li>Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben (1847\/48) &#8211; Weerth<\/li><li>Prinz Friedrich (1848) &#8211; Laube<\/li><li>Skizzen aus dem sozialen und politischen Leben der Briten (1848) &#8211; Weerth<\/li><li>Leben und Thaten des ber\u00fchmten Ritters Schnapphahnski (1848\/49) &#8211; Weerth<\/li><li>Proklamation an die Frauen (1849) &#8211; Weerth<\/li><li>Ritter vom Geist (1851) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Romanzero (1851) &#8211; Heine<\/li><li>Zauberer von Rom (1858) &#8211; Gutzkow<\/li><li>Bundeslied f\u00fcr den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (1863) &#8211; Herwegh<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Literarische Formen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>politische Lyrik<\/li><li>Reisebericht\/ Reisebild<\/li><li>Skizze<\/li><li>Zeit- und Gesellschaftsroman<\/li><li>Geschichtsdrama<\/li><li>soziales Drama<\/li><li>Novelle<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Inhaltliche Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Ablehnung des Absolutismus, des Idealismus, der Klassik und Romantik<\/li><li>Forderung nach Presse- und Meinungsfreiheit<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Hauptvertreter und Werke<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Georg B\u00fcchner (1813-1837): <em>Dantons Tod, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/georg+b%C3%BCchner\/woyzeck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Woyzeck<\/a>, <a href=\"https:\/\/lektueren-verstehen.de\/georg+b%C3%BCchner\/lenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lenz<\/a><\/em><\/li><li>Heinrich Heine (1797-1856): <em>Buch der Lieder<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"has-black-color has-text-color wp-block-heading\">Formale Merkmale<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"has-black-color has-text-color wp-block-list\"><li>Flugschrift<\/li><li>offene Dramenform<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Solltest du Fragen zum Thema haben, schreibe sie uns gerne in die Kommentare. Wir werden diese schnellstm\u00f6glich beantworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff Vorm\u00e4rz als Epochenbezeichnung bezeichnet den Zeitraum zwischen 1815 und 1848. 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